Mannheim

Planetarium Gründer Wolfgang Wacker wird 75

Astronomie als Fixstern

Von wegen kurz aufleuchtende Sternschnuppe – seine Begeisterung für die Astronomie sollte sich als strahlendes Schicksalsgestirn erweisen. Wolfgang Wacker, ehemals ideenreicher Gründungsdirektor des Planetariums und inzwischen Vorsitzender des Sternentheater-Freundeskreises, feiert am 2. Dezember seinen 75. Geburtstag. Auch wenn sich der Ur-Mannheimer den Luxus gönnt, für Gratulanten einen Tag lang telefonisch unerreichbar zu bleiben, so hat er einen Geburtstagswunsch: weitere Unterstützer für die an der Augustaanlage entstehende Planetenallee.

Es war übrigens der 40. Geburtstag von Wolfgang Wacker, als das Mannheimer Planetarium 1984 feierlich eröffnet wurde. Für diese Datumsfügung hatte seinerzeit Heinz Haber, der aus Mannheim stammende Physiker, TV-Moderator und legendäre Mitinitiator des neuen Sternentheaters, gesorgt. In mehr als einem Vierteljahrhundert hat der Gründungsdirektor mit Spitznamen „Mister Planetarium“ 150 Programme und 23 000 Veranstaltungen im Kuppelsaal organisiert, die 2,8 Millionen Besucher anzogen. Nach seiner Pensionierung ging Wacker noch mal drei Jahre in den Schuldienst – „weil händeringend Physik-Lehrer gesucht wurden“. Er war bereits zum zweiten Mal als Lehrer verabschiedet worden, als er für seine Tochter, ebenfalls sternenbegeisterte Physikerin und Oberstudienrätin am Karl-Friedrich -Gymnasium, deren Astronomie-Kurs übernahm. Und das hatte einen besonderen Grund: „Meine Tochter brauchte eine Vertretung, weil sie mich damals zum Opa machte.“

Gefeiert wird der halbrunde Geburtstag mit Ehefrau Barbara sowie Tochter, Schwiegersohn und Enkeln. Die Familie leuchtet als Zentralgestirn. 

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