Mannheim

Reaktionen Grüne fordern Rücktritt / SPD stellt Anfrage

Auch Kranz in der Kritik

Auf die Berichterstattung im „Morgenweb“, und zuerst beim Mannheimer „Kommunalinfo“ und im „Neckarstadtblog“ zu den Anmietungen von Wohnungen durch Nikolas Löbel bei der GBG hat es Reaktionen der Grünen und der SPD gegeben.

Der Grünen-Ortsverband Neckarstadt sieht im Nutzungsvertrag mit der GBG „eine neue Dimension“: „Es ist nicht vorstellbar, wie Claudius Kranz und Nikolas Löbel ohne Nutzung ihrer politischen Funktionen und Mandate zu einem solchen Vorteil hätten kommen sollen“, schreibt er in einer Pressemitteilung. „Hier reden wir vom Verdacht der Korruption.“ Er und Gerhard Fontagnier, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen, fordern Kranz zum Rücktritt aus dem Aufsichtsrat der GBG auf, sollten sich die Hinweise erhärten.

Claudius Kranz sagte am Sonntag dem „MM“, „ich habe und hatte für die angesprochene Anmietung von Wohnungen bei der GBG nie ein Mandat und war daher auch nicht in Gespräche diesbezüglich involviert, und zwar in keiner Form“. Sein Mandant habe bei der GBG Gästewohnungen angefragt und vermietet bekommen. „Deshalb entbehren alle Vorwürfe jeglicher Grundlage.“ Der Vorwurf der Korruption und Erlangung eigener Vorteil seiner Person gegenüber sei unhaltbar.

„Es wird zu klären sein, ob die Regeln innerhalb der GBG verletzt wurden und ob diese ausreichend sind“, so Reinhold Götz, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion. Eine Anfrage der SPD sei der GBG zugegangen. stp

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