Mannheim

Auf der Suche nach der Zukunft

Archivartikel

Wie soll die Zeitung von morgen aussehen oder anders gefragt: Wird es morgen noch eine Zeitung geben? Und übermorgen? Und in zehn Jahren? Schließlich lesen gerade Jüngere immer seltener gedruckte Zeitungen, sie suchen sich häufiger ihre Informationen im Internet zusammen.

Mit diesem Problem kämpft auch die Ibbenbürener Volkszeitung. Das Medienhaus hat seinen Sitz im idyllischen Münsterland, umgeben von Wiesen und Wäldern. Nicht gerade der Ort, an dem man innovativen Onlinejournalismus erwartet. Und doch haben Patrick Ostkamp aus dem Vetriebsmarketing des „Mannheimer Morgen“ und Redakteurin Julia Wadle ihn genau dort gesucht.

„Themenwelten“ heißt das Abomodell der Westfalen. Wie Geschäftsführer Klaus Rieping und Redaktionsleiter Claus Kossag im Gespräch erklären, wollen sie damit vor allem jüngeren Lesern eine Möglichkeit zur Annäherung an den Lokaljournalismus bieten. Dabei können Nutzer des Angebots zwischen einem Komplett-Abo und einem Abo einzelner thematisch sortierter „Themenwelten“ wählen – frei nach dem Motto: Kunden zahlen nur für die Themen, die sie auch wirklich lesen. Und was sie nicht interessiert, dafür müssen sie auch nicht zahlen.

Kann das eine Lösung sein? Das wird sich zeigen. Zumal eine Idee, die in einer ländlichen Umgebung aufgehen könnte, nicht zwangsläufig auch in einer Stadt funktioniert. Aber als zwei unter 30-Jährige waren Ostkamp und Wadle auf der Suche, wie sie ihr Unternehmen unterstützen können, damit die Mannheimer sich auch in den nächsten Jahrzehnten durch den „MM“ und seine digitalen Angebote informieren können.