Mannheim

Gewalttat Amtsgericht erlässt Haftbefehl gegen 15-Jährigen wegen versuchten Totschlags

Auf drei Opfer eingestochen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen einen 15-jährigen Deutschen erlassen. Er stehe im dringenden Verdacht, am Montag, 8. Oktober, in der Neckarstadt „einen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung begangen zu haben“, teilen die Ermittlungsbehörden mit. Gegen 22.30 Uhr soll er zunächst am Alten Meßplatz mit seinem 18-jährigen Begleiter in Streit geraten sein und ihm heftig in den Bauch gestochen haben. „Hierdurch erlitt das Opfer eine tiefe Stichverletzung, bei der auch der Magen geschädigt wurde“, so Staatsanwaltschaft und Polizei in ihrer gemeinsamen Erklärung.

Der 18-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er noch in der gleichen Nacht notoperiert wurde. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte bestand Lebensgefahr. Zwei Passanten seien auf den Vorfall aufmerksam geworden und hätten sich erkundigt, ob das schreiende Opfer Hilfe benötige. Das habe der Tatverdächtige verneint, aber sie hätten ihm das nicht abgenommen und seien vor Ort geblieben. Daraufhin soll der Beschuldigte sein Messer erneut gezogen und damit auf die beiden Passanten eingestochen haben. Einer der beiden erlitt dabei eine Stichverletzung in der Bauchgegend, der andere wurde am Oberschenkel verletzt. Beide mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Polizeibeamte konnten den Tatverdächtigen wenig später festnehmen. Nach Erlass eines Haftbefehls am Mittwochnachmittag wurde der Beschuldigte in eine Jugendvollzugsanstalt eingeliefert. bhr