Mannheim

Neckarstadt Unbekannter Mercedes-Fahrer flüchtet vor Polizeikontrolle / Diebesgut im Wagen

Auf Rammkurs durch die Stadt

Ein bislang unbekannter Mercedes-Fahrer ist vor eine Polizeikontrolle in der Neckarstadt geflüchtet und hat sich eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Streifenwagen geliefert. Dabei war der Mann mitunter mit einer Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern unterwegs.

Wie die Polizei gestern mitteilte, sollte der Unbekannte im schwarzen Benz am frühen Freitagnachmittag gegen 13.45 Uhr in der Untermühlaustraße von einer Streife kontrolliert werden. Kaum hatte der Fahrer dies bemerkt, trat er aufs Gaspedal und brauste in Richtung Hansastraße davon. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von annähernd 100 Stundenkilometern führte seine Flucht durch die Hansastraße, dann weiter über die Erlenstraße, die Zeppelinstraße und schließlich die Waldhofstraße. Dabei fuhr der Unbekannte auch über Gehwege und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung. Mehrere entgegenkommende Autofahrer seien – so berichtete die Polizei – durch die Fahrweise des Mannes gefährdet worden.

Zu Fuß weggerannt

Die wilde Raserei endete dann zunächst in der Pumpwerkstraße, wo der Mercedes mit einem entgegenkommenden Nissan zusammenstieß und zwischen Auto und Hauswand eingeklemmt wurde. Der Mercedes-Fahrer setzte daraufhin mehrere Meter zurück und schaffte es, den Nissan zur Seite zu rammen. Seine Flucht endete schließlich in der Mittelstraße, wo der Wagen mit einem Unfallschaden schließlich auf den Gleisen liegenblieb. Noch bevor die Polizei ihn schnappen konnte, stieg der Fahrer aus und flüchtete zu Fuß in Richtung Alter Meßplatz. Der beschädigte Wagen wurde später von den Beamten sichergestellt. Den Sachschaden, der bei der wilden Flucht entstanden war, schätzen Polizeiexperten auf mehr als 10 000 Euro.

Der Fahrer des schwarzen Mercedes ist etwa 30 Jahre alt und schlank, laut Zeugen soll er schwarze, kurz rasierte Haare haben, er trug zur Tatzeit eine schwarze Jacke und hat möglicherweise eine blutende Verletzung am Mund. Im Fahrzeug wurde mutmaßliches Diebesgut gefunden, das offenbar von Delikten aus Rheinland-Pfalz stammt. Zeugen und Geschädigte bittet die Polizei, sich unter Telefon 0621/3 30 10 zu melden.