Mannheim

Silvester Viel weniger Patienten wegen Verletzungen

Aufatmen in Kliniken

Archivartikel

Die strikten Verbote von Partys und Feuerwerk zu Silvester sorgten in den Kliniken für Entlastung. „Es war extrem ruhig, in der Chirurgie fast gar nichts, internistisch auch eher wenig“, berichtete Dieter Schilling, Ärztlicher Direktor am Diakonissenkrankenhaus sowie des Theresienkrankenhauses. „Das war ein Segen und wirklich gut für die Mitarbeiter, sie konnten mal etwas verschnaufen, die sind alle am Limit“, verwies Schilling auf die große Belastung durch die Corona-Pandemie. Vor, an und nach den Weihnachtsfeiertagen sei es auf den Intensivstationen „echt sehr eng“ gewesen und die Betten sehr knapp. Daher habe es entlastend gewirkt, dass über Silvester nicht noch mehr Patienten mit Verletzungen durch die Feiern eingeliefert wurden, sagte er. Eine „sehr ruhige Nacht“ erlebte die Notaufnahme des Universitätsklinikums, solange es um chirurgische Notfälle ging, so Leitender Oberarzt Wolfgang Reindl. „Es war gut, dass sich die Leute an die Beschränkungen gehalten haben“, äußerte er dankbar. Die Innere Medizin habe dagegen „reichlich zu tun gehabt“ – durch Herzinfarkte und Schlaganfälle, aber auch wegen Corona. „Da war es mit Intensivbetten kurzfristig kritisch, aber lösbar“, so Reindl, an Neujahr habe es sich „etwas entspannt“. 

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