Mannheim

Urbanität Stadt richtet Gesellschaft an Zukunfts- und Nachhaltigkeitszielen aus / Erster Schritt Umbenennung und Bündelung / Gründerinnenförderung als eigener Bereich

Aus Startup Mannheim wird Next Mannheim

Vor einem Jahr wurde das „Leitbild 2030“ für Mannheim beschlossen. Es orientiert sich an 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Zielbereiche in Mannheim sind zum Beispiel Stadtgestaltung, Konversion und Digitalisierung. Die Ausrichtung der Stadt an diesen Vorgaben hat nun die Umbenennung und Neubündelung einer städtischen Gesellschaft zur Folge: Aus „Startup Mannheim“ wird „Next Mannheim“.

Der Grund: Die Aufgaben der Gesellschaft hinter Startup Mannheim, der Mannheimer Gründungszentren GmbH, deren Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Peter Kurz ist, sind in den letzten Jahren erheblich umfangreicher und vielfältiger geworden, als dies unter dem Begriff „Startup“ subsumierbar sei, so Geschäftsführer Christian Sommer. Es sei vielmehr zunehmend „zur spannenden Aufgabe“ der Gesellschaft geworden, Teilaspekte der Stadt von morgen zu entwickeln – eben „eine Art urbane Produktentwicklung in digitalen Kontext“.

Um das Leitbild 2030 erfolgreich umzusetzen, sei eine neue Strategie für Startup Mannheim nötig gewesen: Die Ziele wurden neu ausgerichtet. Innovationen in der Stadt sollen nachhaltig sein – ökologisch, gesellschaftlich und kulturell. Das habe auch einen „Markenprozess“ erforderlich gemacht, heißt es von den Verantwortlichen bei Startup Mannheim beim Pressetermin mit futuristisch angehauchter LED-Präsentation. Zugleich macht Peter Kurz dort deutlich: „Es geht hier nicht um ein Unternehmensbranding einer städtischen Gesellschaft, sondern der Prozess steht in Zusammenhang mit einer gesamtstädtischen Strategie.“ Mit Next Mannheim vereine die Stadt ihre Startup- und Gründungsförderung interdisziplinär mit kultureller und kreativer Stadtentwicklung – „um Mannheim so zukunftsfähig zu machen“.

Unter Next Mannheim werden folgende Bereiche gebündelt: Förderung von Startups und Ausbau der Startup-Community, Förderung von Kultur- und Kreativwirtschaft, Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen speziell für Gründerinnen, Musik und Popkultur. Kulturelle Stadtentwicklung, Ansiedlung internationaler Startups.

Auf die Frage, wie viele neue Bereiche zu den existierenden, nun in neuer Form angeordneten, Unterbereichen der städtischen Gesellschaft in zehn Jahren hinzugekommen sollen, antwortet Kurz, dass Veränderung hierbei in der „Natur der Sache“ liege. Konkret werden könne er daher nicht. Auch Geschäftsführer Sommer sagt, man werde im Prozess stets hinterfragen und dann entsprechend handeln verändern. Bei der Gründungszentren GmbH sind aktuell rund 40 Mitarbeiter beschäftigt.

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