Mannheim

Amtsgericht Anklage lautet auf fahrlässige Tötung

Auto schleifte Frau auf Gehweg mit

Archivartikel

Fahrlässige Tötung – so lautet der Vorwurf gegen eine Frau, die sich heute vor dem Amtsgericht Mannheim verantworten muss. Die Anklage wirft ihr vor, am Vormittag des 9. Juni 2016 mit ihrem Auto einen Unfall verursacht zu haben, in dessen Folge eine Fußgängerin zu Tode kam.

Die Autofahrerin soll beim Linksabbiegen von der Carl-Benz-Straße in die Max-Joseph-Straße eine abkürzende Linie gefahren sein und den Gegenverkehr nicht ausreichend beachtet haben. Dabei stieß sie auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Dieses sei infolge der Kollision auf den Gehweg gekommen und habe dort eine Frau erfasst, die dort mit ihrem Fahrrad an einer Ampel wartete.

Laternenmast abgebrochen

Anschließend sei das Auto gegen einen Laternenmast gefahren, der durch den Aufprall brach. Hierdurch sei der vordere Teil des Fahrzeugs angehoben worden und habe eine weitere auf dem Gehweg stehende Frau erfasst. Diese sei hierbei überrollt und von dem Fahrzeug mitgeschleift worden. Aufgrund von schweren inneren und äußeren Verletzungen starb die Frau später im Krankenhaus.

Nach Auskunft des Amtsgerichts kann fahrlässige Tötung mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden. Die Verhandlung im Sitzungssaal 034 des Amtsgerichts beginnt um 9 Uhr.