Mannheim

Uni Mannheim Konferenz über neue Technik mit 220 Experten

Autonomen System auf der Spur

Wie kann künstliche Intelligenz (KI) den Mittelstand der deutschen Wirtschaft verändern? Dieser Frage gingen gestern 220 internationale Experten auf der Tagung des Vereins „Usability in Germany“ an der Universität Mannheim nach. Besonders im Fokus stand dabei das Thema „Usability and User Experience“ (UUX), das sich mit Nutzen und Kundenerlebnis von autonomen Systemen auseinandersetzt.

Ingenieure, Unternehmer und Wissenschaftler diskutierten dabei sowohl über bereits umgesetzte Fallbeispiele, als auch über Fragen theoretischer Natur. Während der Informationsdesign-Experte Michael Burmester erläuterte, wie man KI nutzen kann, um die Arbeit der Zukunft positiv zu gestalten, skizzierten Elisabeth Stein und Christina Haspel von der Hochschule für Medien in Stuttgart bereits erste Entwürfe einer zielführenden Mensch-KI-Interaktion. Der Ingenieur Matti Schwalk beschrieb einen Mehrwert autonomer Lösungen auch im Bereich Medizintechnik und forderte vor allem für ältere Menschen „Ästhetik statt Stigmatisierung“. Während Cäcilie Kowald von der Firma time4you über den „Weg zum eigenen Bot“ referierte, ging Kathrin Pollmann vom Fraunhofer Institut in ihrem Vortrag weiter und wies den Weg zu einer „freudvoll sozialen Mensch-Roboter-Interaktion“.

Mix aus Praxis und Theorie

Tagungsleiter Till Dehne-Niemann vom Mannheimer Institut für Mittelstandsforschung der Uni Mannheim sprach von einer Konferenz, auf die man „sehr zufrieden“ blicken könne. Die Teilnehmer hätten einen „bunten Publikumsmix aus Praktikern und Theoretikern“ ergeben, der nicht nur die Fachvorträge, sondern auch die Workshops unglaublich gut aufgenommen habe, um von Chancen bis zu Bedenken, von Smart Wearables (in Alltagsgegenstände eingebettete Systeme) bis zum autonomen Fahren angeregt zu diskutieren. „Wir freuen uns schon auf die nächste Konferenz dieser Art in Mannheim“, so Dehne-Niemann. mer