Mannheim

Soziales Mitglieder vom Netzwerk Haushalt bieten Plätzchen, Kuchen, Marmelade und Handarbeiten nun auf Vorbestellung

Benefizbasar diesmal per Telefon

Archivartikel

Unzählige leckere Plätzchen verschiedenster Sorten, die beliebten kleinen Linzertorten und Marmeladen – alles liegt bereit: Das DHB-Netzwerk Haushalt hat wegen der Corona-Pandemie zwar seinen traditionellen Benefizbasar absagen müssen, aber verkauft nun dennoch mit Terminvereinbarung.

Das gab es in mehr als 50 Jahren nicht: Stets kurz vor der Adventszeit hatten die Mitglieder der lange als Mannheimer Hausfrauenverband bekannten Organisation stets zum Basar eingeladen. Doch das lassen die neuen Corona-Regelungen nicht zu, „zum Schutz von uns allen“, wie Vorsitzende Sybille Lotterer betont. Aber dennoch müssten die Stammkunden nicht verzichten. „Wir backen trotzdem für Sie!“, so Lotterer – nun eben auf Vorbestellung und dann zum Abholen nur mit konkreter Terminvereinbarung.

„Unser Angebot fällt in diesem Jahr viel kleiner aus, da sich die Mitglieder kaum treffen konnten“, räumt sie ein. Gestrickt, gehäkelt und genäht worden sei dennoch. Etwa zehn Frauen hätten über das ganze Jahr ehrenamtlich zu Hause gearbeitet. Warme Socken, Schals und Stirnbänder, praktische Taschen sowie individueller Mund-Nasen-Schutz haben sie im Angebot. Auch andere ausgefallene Geschenkideen sind darunter.

Fünf Frauen haben sich um Brotaufstriche gekümmert. Bitterorangenmarmelade, diverse Konfitüren, Gelees und Fruchtaufstriche sind schon gekocht, kündigt Lotterer an. Für das Gebäck und die Kuchen werden jetzt an die zehn Mitglieder den Backofen anheizen.

Bestellen kann man per Telefon unter der Nummer 0621/27522. Pünktlich zur Adventszeit, in der Woche vom 23. bis 27. November, können die Kunden dann nach Terminvereinbarung in der Geschäftsstelle vom Netzwerk Haushalt in N 3, 7-8 einkaufen. Auch Terminvereinbarung per E-Mail an info@dhbnetzwerk-mannheim.de ist möglich.

Kindervesperkirche profitiert

Den Benefizbasar hätte es dieses Jahr zum 52. Mal gegeben. Christine Bonsack, die damals gerade den Vorsitz des Hausfrauenverbandes übernommen hatte, ergriff die Initiative für die Veranstaltung und motivierte die Mitglieder immer wieder, Schmackhaftes und Schmückendes für den guten Zweck herzustellen. Alles läuft ehrenamtlich, und viele der Akteure verzichten auf die Materialkosten. Viele Monate vorher gehen die Vorbereitungen los. Der Standort hat über die Jahrzehnte oft gewechselt. Los ging es im Eichbaum-Stammhaus in P 5. Der Jöst-Saal in M 1 (inzwischen abgerissen), war eine Station, schließlich das Hotel Wartburg und zuletzt das Stadthaus N 1 – nun eben erstmals im Büro des Verbandes in N 3,.

Zur „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“, die von Anfang an profitiert, erhalten zwischenzeitlich viele weitere Organisationen Teile des Erlöses. In diesem Jahr wurde neu die Kindervesperkirche in den Kreis aufgenommen. „Für viele Kinder ist diese Zeit extrem schwer und dort können sie ein paar unbeschwerte Stunden verbringen“, so Lotterer.

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