Mannheim

Rheinauhafen Feuerwehr nimmt Messungen vor

Benzol ausgetreten

Kurze Zeit einen großen Feuerwehreinsatz gab es gestern Mittag im Rheinauhafen. Bei Verladearbeiten am Tanklager traten auf einem Tankschiff 30 bis 40 Liter Benzol aus. Ein Teil davon gelangte auch in das Hafenbecken 24. Mitarbeiter des Tanklagers haben aber nach Angaben der Feuerwehr die weitere Ausbreitung des flüssigen Kohlenwasserstoffs in den Rhein durch das Verlegen von Gefahrstoffsperren auf dem Wasser verhindert und auf dem Schiff selbst Bindemittel gestreut.

Löschboot im Einsatz

„Das verdunstet ohnehin ganz schnell“, erläuterte Maximilian Schneeganß vom Führungsdienst der Berufsfeuerwehr. Zwar gilt Benzol als giftig und krebserregend, ist leicht entzündlich. Weil der Stoff aber „extrem flüchtig“ sei, habe „keine Gefährdung für Anwohner oder Umwelt“ bestanden, so Schneeganß beruhigend. Dies ergaben Messungen der Umweltspezialisten der Freiwilligen Feuerwehr Neckarau, die mit ihrem Messwagen unterwegs war. Weitere Ehrenamtliche aus Neckarau standen vorsorglich auch bereit, einen Dekontaminationsplatz aufzubauen, um Einsatzkräfte in Schutzanzügen entgiften.

Zur Sicherheit waren zudem der Gefahrstoff-Zug der Feuerwache Süd und ein weiteres Löschfahrzeug ausgerückt, zudem das Feuerlöschboot und das Mehrzweckboot vom Mühlauhafen aus ausgelaufen. Nach eineinhalb Stunden war aber alles vorbei. „Wir mussten nur den Brandschutz sicherstellen und Messungen vornehmen, sonst gab es keine Tätigkeit“, sagte Schneeganß“, „das haben alles die Firmenmitarbeiter gemacht. pwr