Mannheim

Lindenhof Kinder der Diesterwegschule müssen sich von ihrem Vertrauten verabschieden

Bereit für die neue Schule

Archivartikel

Keine Hausaufgaben und keine Klassenarbeiten mehr: Die Sommerferien in Baden-Württemberg beginnen, und alle Schüler haben jetzt viel freie Zeit. Besonders für die Viertklässler wird es jetzt spannend. Sie verlassen nun ihre gewohnte Umgebung, viele ihrer Freunde und ihre Lehrer. Denn sie beenden ihre vierjährige Zeit an der Grundschule und starten in einen ganz neuen Lebensabschnitt – der Wechsel auf die weiterführende Schule steht an. Nervosität und Freude der Kinder halten sich die Waage. Die Schüler der Klasse 4b der Diesterwegschule auf dem Lindenhof erzählen, wie es ihnen gerade geht. Zehn von ihnen sprechen über ihre nun alte Schule, den kommenden Urlaub und worauf sie sich nächstes Schuljahr am meisten freuen.

„Wir werden die Lehrer und auch die Schule vermissen“, sagen Oskar und Alban. Die meisten Kinder schließen sich den beiden an. Ihre besten Freunde nehmen viele Schüler aber mit auf die neue Schule – also zerbrechen die Klassengemeinschaften nicht. Nur Freunde, die nicht in dieselbe Klasse gehen, sondern jünger sind, bleiben fürs Erste in der Grundschule auf dem Lindenhof. „Mein Cousin kommt nach den Ferien dann in meine Klasse. Meine Schwester geht sogar schon auf die weiterführende Schule, auf die ich jetzt auch wechsle“, erzählt Talia sichtlich aufgeregt. Viele der Viertklässler haben noch keine älteren Geschwister in der Mittelstufe, die ihnen bei der Umstellung helfen können. Dafür freuen sie sich aber auf alte und neue Freunde. Marisa und Clemens sind vor allem froh, weil sie auf ihrer neuen Schule etwas ganz anderes erleben und kennenlernen werden: „Es wurde jetzt Zeit“, sagt Clemens glücklich über den Schulwechsel. „Dann sieht man mal ein anderes Gebäude und andere Leute, hier kennt man ja schon alles“, betonen sie. Die Schüler sind zwar begeistert, aber auch genauso nervös.

Die Zeugnisse sind eine ebenso aufregende Angelegenheit. Die Ungewissheit lässt die Viertklässler zittern. Aber nur bis gestern. Da gab es nämlich für alle Schüler endlich die Noten schwarz auf weiß, die gleichzeitig die lang ersehnten Ferien eingeläutet haben. Egal ob die Zeugnisse gut oder schlecht ausgefallen sind, alle konzentrieren sich nun erst mal auf die freie Zeit. Für die nächsten sechseinhalb Wochen haben die Kinder schon viel geplant. Reham macht Urlaub am Alfsee und Elise an der Ostsee. „Der Strand ist richtig cool“, freut sie sich. „Wir besuchen unsere Familie in der Türkei“, erzählen Efe, Alban, Talia und Aleyna. Alban ist aber nicht nur in Ankara, sondern fährt auch noch nach Mazedonien. Die Mädchen und Jungen bleiben teilweise länger als einen Monat dort und verbringen ihren Sommer mit Verwandten. Aber nicht nur Reisen sind geplant. „Ich geh mit Freunden Windsurfen, ich glaube an der Nordsee. Ich weiß nicht mehr genau wo“, verrät Oskar. Esin erzählt: „Ich werde viel ins Freibad gehen.“ Clemens hat sich für einige Sportprogramme angemeldet. „Zum Beispiel in einem Fußballcamp“, erzählt er stolz. Marisa plant, mit ihrem Großvater angeln zu gehen und im Waldpark Rad zu fahren.

Doch so sehr sie sich jetzt schon auf die Zukunft freuen, die Urlaube, die Zeit mit Freunden und die neue Schule, wissen die Kinder, dass sie ihre geliebte Grundschule vermissen werden. „Es ist eine sehr schöne Schule. Ich würde sie auf jeden Fall weiterempfehlen“, erzählt Talia. „Die Lehrer sind zwar streng, das ist aber gut. Sonst lernt man ja nichts. Wir gehen auch oft mit den Lehrern Eis essen“, verrät Aleyna mit einem Lächeln im Gesicht. Reham und Elise sagen über die Einrichtung ebenfalls nur Positives. „Es ist eine super Schule und wir werden die Zeit hier echt sehr vermissen“, fassen die beiden ihre letzten vier Jahre an der Grundschule zusammen.