Mannheim

Gebirge Mannheimer ohne Tourenplanung unterwegs

„Bergwacht, holt uns bitte ab!“

Archivartikel

Auf 1969 Metern Seehöhe hat ein Pärchen aus Mannheim vergangene Woche am Abend die Bergrettung angerufen. Das teilte die Sprecherin des österreichischen Bergrettungsdienstes auf Nachfrage des „MM“ mit. „Holt uns bitte ab“ – mit diesen Worten sollen die beiden per Telefon Hilfe angefordert haben. Das Problem: Die bei ihrem Ausflug unverletzt gebliebenen Wanderer hatten sich nicht richtig auf ihre Tour vorbereitet.

Dunkelheit und leichter Schneefall

Der laut Bericht 33-jährige Mann und die 34-jährige Frau wollten am vergangenen Mittwoch bei Dunkelheit und schlechtem Wetter von der Werfener Hütte am Fuß des Werfener Hochthrons im Pongau (Österreich) nicht mehr allein ins Tal absteigen. „Es kommt immer wieder vor, dass Menschen ohne ausreichende Planung ins Gebirge aufsteigen“, erklärt Maria Riedler, Sprecherin der Salzburger Bergrettung. Gerade im Herbst unterschätzten viele den frühen Einbruch der Dunkelheit, zudem seien viele Hütten ohne Anmeldung nicht erreichbar. Da die Mannheimer nicht im Gebirge bleiben wollten, keine Stirnlampe oder andere Ausrüstung dabei hatten und sich bei leichtem Regen und Schneefall nicht in der Lage sahen, ohne Hilfe ins Tal abzusteigen, stiegen die Bergretter hinauf und brachten die Frau und den Mann ins Tal.

Alle Mitarbeiter des Bergrettungsteams arbeiten ehrenamtlich, teilte Maria Riedler dieser Redaktion mit. Daher appelliert sie an künftige Besucher, sich vor Aufstieg gut über Strecke und Witterung zu informieren und die Wanderung an die alpine Erfahrung anzupassen. 

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