Mannheim

Berufstierrettung bewahrt Hund im Mannheimer Hauptbahnhof vor dem Tod

Einen zehnjährigen Hunderüden hat die Berufstierrettung Rhein-Neckar am vergangenen Donnerstagnachmittag nach einer Herzattacke auf einem Bahnsteig des Mannheimer Hauptbahnhofs vor dem Tod bewahrt. Wie ein Sprecher der Berufstierrettung am Montag erklärte, hatten Passanten gegen 14:50 Uhr zunächst einen Mann gemeldet, der sein Tier missbrauche.

"Der Halter versuchte offensichtlich aber nur seinen Hund wieder auf die Beine zu bekommen", wie der Tierretter anmerkte. Das zehnjährige Tier litt nach einem kardiologischen Anfall an seinem sogenannten Perikarderguss, bei dem sich Wasser im Herzbeutel ansammelt. "Als wir eintrafen, war der Hund in extrem schlechten Zustand. Wenn wir ihm nicht geholfen hätten, wäre er mit Sicherheit verendet", so der Sprecher.

Da der Halter klargemacht habe, dass er über keine finanziellen Mittel verfüge, habe sich die Tierrettung zunächst dazu entschlossen, auf die eigenen Kosten des Einsatzes zu verzichten. Auch die weitere tierärztliche Behandlung wurde nach kurzer Rücksprache durch Hilfe des Mannheimer Futterankers ermöglicht. Den Tierhalter und seinen Hund habe man daraufhin in eine tierärztliche Spezialpraxis gebracht, in der das Leiden des Rüden behandelt wurde. Nach der Entlassung des Hundes am frühen Donnerstagabend ist das Schicksal des Vierbeiners jedoch weiterhin offen.

"Der Halter hat sich bis heute nicht wie vereinbart beim Futteranker gemeldet", so der Sprecher der Berufstierrettung. Die Ehrenamtlichen des Futterankers hatten dem Halter für Nahrung, aber auch kommende Nachsorgeuntersuchungen ihre Unterstützung angeboten. "Wenn der Hund bei weiterhin kritischem Zustand einen erneuten Anfall erleidet, könnte es zu spät sein." (mer)