Mannheim

Gespräch DSDS-Sieger Davin über Familie und gute Freunde

Bescheidener Gewinner mit Liebe zu „Monnemerisch“

Archivartikel

Ein strahlendes Lächeln, ein kräftiger Händedruck – und auf die Minute pünktlich: Keine Frage, der neue DSDS-Gewinner Davin Herbrüggen ist einer, der von der ersten Minute an sympathisch rüberkommt. Mit einer Bescheidenheit, die dem 20-jährigen Altenpfleger so gut steht, wie die trendige, akkurat sitzende Frisur und die lässige Cargohose.

Vor seinem Auftritt auf der Eichbaum-Bühne lässt sich der Junge aus Oberhausen erst mal Curry-Wurst mit Pommes und viel Majo schmecken: „Klar esse ich das gerne“, sagt er lachend: „Ich komm’ doch aus dem Pott.“ Und da fährt er nach dem Kurzgastspiel in Mannheim auch gleich wieder zurück, nach Hause zu den Eltern und dem drei Jahre älteren Bruder, der in Davins Band Schlagzeug spielt: „Ich liebe meine Familie und meine Freunde. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich bin.“ Nein, abheben ist nicht seine Welt und als Star fühlt er sich noch lange nicht: „Ich muss jetzt nach dem Sieg erst mal klein anfangen. Da füllt man noch keine Arenen.“ Er habe auch seinem Chef schon angeboten, ab und zu im Heim auszuhelfen. Mit Senioren zu arbeiten, das sei genau seine Welt. Natürlich zur Zeit nicht als festen Job: „Da hat jetzt auch jeder Verständnis dafür.“ Denn Musik sei sein Leben. Er könne locker ein fünfstündiges Konzert mit bis zu 60 Coversongs bestreiten: „Wenn’s die Stimme aushält.“

Apropos Freunde: Zu Dieter Bohlens kühler Reaktion auf Davins Sieg sagt er nur, er sei ganz froh, jetzt seinen eigenen Weg gehen zu könne. Doch DSDS-Mitfinalist Sven Schlegler aus Altrip sei für ihn „ein richtig guter Buddy“ geworden. „Monnem und der kurpfälzer Slang“, erzählt er lachend: „So offen und ehrlich mit allen Dingen rausgehen, das feiere ich total“. Sofort habe er sich „in diesen Dialekt“ verliebt.

Und wie steht’s sonst mit der Liebe? Allen Gerüchten zum Trotz – für eine Freundin habe er momentan keine Zeit. Er könne sich immer nur auf eine Sache konzentrieren: „Ich bin halt so ein Mensch.“

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