Mannheim

Muslime Moscheen seit 9. Mai unter Auflagen geöffnet

Beten nur auf eigenem Teppich

Archivartikel

„Seit dem 9. Mai sind die Moscheen in Mannheim wieder geöffnet“, wie Mikail Kibar erklärt, „allerdings nur teilweise und mit Einschränkungen.“ Der stellvertretende Vorsitzende des Yavuz-Sultan-Selim-Moschee-Vereins und der türkisch-islamischen DITIB-Gemeinde nennt die Zwei-Meter Abstandsregel und den Mundschutz als verpflichtend in der Moschee, darüber hinaus müssen die Muslime auch ihren eigenen Gebetsteppich mitbringen und sich zudem am Eingang mit Name und Kontaktdaten erfassen lassen.

„Wer seinen Gebetsteppich oder seinen Mundschutz vergessen hat, darf leider nicht in die Moschee“, betont Kibar. Darüber hinaus sieht das Konzept auch vor, dass sie nicht für alle fünf täglichen Gebete geöffnet ist: „Nur für das Morgens-, Mittags- und das Nachmittagsgebet, für das Abend- und Nachtgebet dagegen bleibt die Moschee geschlossen, das sollen die Gläubigen zu Hause verrichten.“

Und noch eine Einschränkung gibt es zu beachten: Das große Freitagsgebet findet weiterhin nicht in der Moschee statt, auch da wäre der zu erwartende Andrang viel zu groß. In dem Gebäude am Luisenring beten normalerweise bis zu 1000 Gläubige, wegen der Abstandsregelung dürfen es im Moment nur noch etwa 80 Personen gleichzeitig sein. „Die Leute kommen zum Gebet und halten sich sehr genau an die Vorgaben“, berichtet Kibar, „das Konzept funktioniert ganz gut, wir halten alle Vorgaben und Hygienemaßnahmen auch ein.“

Geöffnet ist die Moschee allerdings nur für die angegebenen Gebete, alle weiteren Angebote wie Schulungen und auch die Koranlesungen gibt es aktuell nur online. Diese Regelungen gelten für alle Mannheimer Moscheen. 

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