Mannheim

IG Metall Konferenz zum Thema Mobbing gegen Gewerkschafter

„Betriebsräte im Visier“

Archivartikel

Bei einer bundesweiten Konferenz zum Thema „Betriebsräte im Visier” tauschten sich am Samstag auf Einladung der IG Metall im Gewerkschaftshaus rund 100 Vertreter unterschiedlicher Branchen über das Thema „Betriebsräte im Visier – Bossing, Mobbing & Co.” aus. Wie Wolfgang Alles vom Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing mitteilte, werde mit „Verdachtskündigungen, Bespitzelung und Zersetzung des beruflichen und privaten Umfeldes“ zunehmend gegen engagierte Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen vorgegangen.

Angriffe erfolgreich abwehren

In der Folge, so Alles, komme es bei Betroffenen zu depressiven Erkrankungen und sogar zu Selbstmordversuchen. Alles: „Diese skandalösen Rechtsbrüche haben Unternehmensleitungen und ihre Helfershelfer in spezialisierten Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen und Detekteien zu verantworten.“ In der Öffentlichkeit werde diese „bedrohliche Entwicklung“ bisher jedoch kaum wahrgenommen.

Auf der Konferenz kamen aktuelle Beispiele der Betriebsrats- und Gewerkschaftsbekämpfung zur Sprache. Ein Schwerpunkt war die Diskussion über erfolgreiche Abwehr des Betriebsrats-Mobbings und die Stärkung von gewerkschaftlicher Gegenmacht. Gewerkschaftsvertreter wie Julia Friedrich (DGB), Klaus Stein, Isaf Gün und Heike Madan (IG Metall) sowie Oliver Thünken (TU Chemnitz) stellten Beispiele vor, wie durch systematische, frühzeitige Unterstützung der Betroffenen Angriffe auf Interessenvertretungen erfolgreich abgewehrt werden können. 

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