Mannheim

Hochschulen Uni Mannheim spricht von Einzelfall

Bezüge von Professoren überprüft

Mehrere Hochschulen in Baden-Württemberg sollen Fehler bei der Vergabe von Bezügen an Professoren gemacht haben. Konkret geht es um Berufungsleistungsbezüge, das sind Zusatzzahlungen, die sich Professoren bei einer Berufung aushandeln können (wir berichteten). In einer Pressemitteilung des Wissenschaftsministeriums ist unter anderem nun auch die Universität Mannheim mit einem Fall genannt, daneben die Pädagogischen Hochschulen in Heidelberg und Ludwigsburg.

Die Universität Mannheim erklärte daraufhin, dass es sich hier um einen Einzelfall aus dem Jahr 2007 und zudem um eine geringe Summe handle. Die wahrscheinlich zu hoch ausbezahlte Zulage lag seinerzeit nach Angaben der Universität bei 282,29 Euro. Das damalige Rektorat habe zudem den Einzelfall als besonders erkannt und darum beim Ministerium nachgefragt. Die Antwort wurde dann aber offenbar anders interpretiert als vom Ministerium erwartet. Dennoch, schreibt die Universität, habe „die damalige Universitätsleitung im guten Glauben gehandelt, die 282,29 Euro rechtskonform zu gewähren“.

Noch keine Staatsanwaltschaft

Neben der Universität Mannheim sind noch die Pädagogische Hochschule Heidelberg mit zwölf Fällen bis ins Jahr 2013 und die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg (vier Fälle) betroffen – hier soll es um deutliche höhere Summen fehlerhaft ausgezahlten Geldes gehen. Die PH Heidelberg hatte bereits einzelne Versäumnisse eingeräumt. Das Ministerium teilt mit, dass bis Ende Juni alle Fälle aufgearbeitet sein sollen. Derzeit sehe man keine Notwendigkeit, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. bro