Mannheim

Kriminalität

Bilanz der Weihnachtstage: So still war die Nacht für die Polizei

Archivartikel

Mannheim/Heidelberg.Im Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Mannheim sind in diesem Jahr über die Weihnachtsfeiertage rund ein Drittel weniger polizeiliche Einsätze registriert worden als in den Vorjahren, ergab eine vorläufige Bilanz. Als Grund hierfür nannten die Beamten das disziplinierte und solidarische Verhalten der Menschen in der Region angesichts der Corona-Situation.
Doch trotz aller Vernunft wurden seitens des Polizeipräsidiums im Einsatzgebiet Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis  von Heiligabend bis  Sonntagmorgen rund 1.500 Einsätze notiert.
Bei den zahlreichen Personen- und Fahrzeugkontrollen kam es in sechs Fällen zu Widerständen und tätlichen Angriffen. Hierbei wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt. Laut Polizeibericht waren die festgestellten Tatverdächtigen zum Teil erheblich alkoholisiert oder standen unter Drogeneinfluss.

Das Gros der polizeilichen Einsätze konzentrierte sich nach Angaben des Stableiters Öffentlichkeitsarbeit auf Ruhestörungen; 66 in Mannheim, 12 in Heidelberg und 26 im Rhein-Neckar-Kreis. Auch Streitigkeiten (61 im Gesamtgebiet) und 20 Einsätze wegen Körperverletzungen hielten die Beamten auf Trab. Zudem wurden 13 Einbrüche über die Weihnachtstage registriert. 
Außerdem wurden wegen 16 randalierenden Personen (Mannheim: 7; Heidelberg: 6; Rhein-Neckar-Kreis: 3) jeweils mindestens eine Streifenwagenbesatzung eingesetzt.

Verkehrsunfälle und Trunkenheit am Steuer

Auch Verkehrsunfälle gehörten zu den häufigen Gründen fürs Ausrücken. In Mannheim krachte es 33 Mal, in Heidelberg 12 und im Rhein-Neckar-Kreis 29 Mal. In 16 der Fälle wird wegen Verdachts der Unfallflucht ermittelt. Weitere Einsätze zogen Wildunfälle und alkoholisierte Personen am Steuer nach sich.
Bekannter "Höhepunkt" dürfte eine Autofahrerin gewesen sein, die an Heiligabend gegen 17.30 Uhr auf einem Feldweg in Bammental kontrolliert wurde. Die 36-Jährige hatte rund 3,1 Promille intus.

Weniger Verstöße gegen Corona-Verordnung

Während der Feiertage wurden bei Kontrollen, bei deutlich reduziertem Verkehrsaufkommen, auch nur wenige Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, teilte ein Polizeisprecher als Fazit mit. Die ursprünglichen Lockdown-Regelungen, die nun nach Weihnachten wieder greifen, sollen ab sofort weiter mit einem erhöhten Personaleinsatz kontrolliert werden. Dabei rückt neben den bekannten Einschränkungen auch das Feuerwerksverkaufsverbot immer mehr in den Fokus der Kontrollmaßnahmen.

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