Mannheim

Sommer In den Forscherferien gehen 140 Kinder klettern, besuchen Museen und erfahren viel über das Klima

Bildung, die Spaß macht

Paddeln, Papier schöpfen, Roboter bauen, Pizzabrötchen backen – die erste Woche der Forscherferien hat Kindern schon viele Abenteuer bereitet. Die Aktion des Unternehmens „generation guide“ läuft jetzt das zehnte Jahr in Folge. Noch bis zum 10. August dürfen Kinder zwischen sechs und 14 Jahren eine Reise in die Zukunft wagen und mehr über unseren Planeten lernen.

Die 180 teilnehmenden Kinder und Jugendliche haben bereits die erste Woche hinter sich. Die vier Gruppen erlebten und lernten Unterschiedliches. Stolz führten sie ihre Erlebnisse jetzt im Auditorium des Technoseums ihren Eltern vor. Wie in einer echten Nachrichtensendung berichteten mehrere Kinder als Reporter, was sie alles gemacht haben. Um den Zuschauern das Gefühl zu geben, wirklich Fernsehen zu schauen, hatten die Mädchen und Jungen einen Fernseh-Rahmen aus Karton ausgeschnitten. Diesen hielten sich die jungen Reporter vor das Gesicht, wenn sie sprachen.

Stolz auf ihre Erlebnisse

Auf dem Rheinauer See lernte eine Gruppe etwa Stand-up Paddeln. Bei der Wassersportart muss man das Gleichgewicht auf einem Surfboard halten und sich mit gekonnten Paddelstößen fortbewegen. Für eine Abkühlung durften die Jugendlichen auf das Wassertrampolin oder gleich ganz ins Wasser gehen.

Zusammen mit einer anderen Gruppe waren die Paddler auch im Kletterwald in Viernheim. In bis zu 16 Metern Höhe kletterten die Teilnehmer elf verschiedene Parcours entlang. Im Schatten der großen Bäume war auch die Hitze erträglicher. Besonders begeistert waren die Kleinen von der 120 Meter langen Seilrutsche.

Und auch Museen besuchten die Kinder im Laufe der Woche. Im Stadtmuseum in Viernheim lernten zwei Gruppe, wie man Papier schöpft und eine funktionsfähige Rakete baut. Diese wurde auch direkt gestartet. Im Reiss-Engelhorn-Museum entstanden Bilder mit real wirkenden Pappfiguren von Löwen, Pandas und vielen weiteren Tieren.

Auch in den Ferien etwas lernen

An einem Tag, an dem keine Ausflüge auf dem Programm standen, gab es dennoch viel zu tun. Die Teilnehmer gestalteten weiße T-Shirts neu, nähten Eulen und bastelten Schaltkreise aus Kupfer. Die Mädchen und Jungen besuchten zudem einen Spielplatz. Nach dem Spieltag haben sich alle Gruppen zum gemeinsamen Backen und Essen von Pizzabrötchen getroffen.

Die zwei Wochen voller Forschung, Spiel und Bewegung sollen den Kindern auch aufzeigen, wie es unserer Umwelt im Moment ergeht und welch gravierende Folgen das Verhalten der Menschen auf den Planeten hat. So sollen folgende Fragen die Teilnehmer beschäftigen: Wie gehen wir schonend mit unseren Ressourcen um? Wie lassen sich defekte Dinge „upcyclen“, also wieder brauchbar machen? Wie lernen wir gegenseitige Rücksichtnahme?

Thema war zum Beispiel die Energie. Die Mädchen und Jungen haben einen Roboter gebaut, der nur durch Solarenergie angetrieben wird. Warum Mülltrennung und Recyclen so wichtig ist, wissen die jungen Teilnehmer jetzt auch. Probleme wie der Verbrauch von Erdöl und das Aussterben von Tieren waren ebenfalls Thema – und das Projekt scheint zu fruchten. „Unserer Erde geht es so schlecht, wir müssen sie einfach retten“, schrieb ein Kind im Laufe der Woche anonym auf einen Zettel.

Hauptsponsor der Forscherferien ist das Unternehmen Roche Diagnostics in Mannheim. Sinn und Zweck sei es, Mitarbeiter mit Kindern in den Ferien zu entlasten. Um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können, werde diese Betreuung angeboten. Dank Kooperationspartnern wie dem Technoseum oder der Reiss-Engelhorn-Museen könne den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm geboten werden. Teilnehmen dürfen aber auch Kinder, deren Eltern nicht bei Roche arbeiten.