Mannheim

Infektionsschutz Persönliche Termine vorgeschrieben

Blutspender sollen sich anmelden

In Mannheim ist jetzt Blutspenden mit persönlichem Termin nicht nur möglich, sondern vorgeschrieben: Damit sollen in Zeiten von Corona die Abläufe so organisiert werden, dass für alle Beteiligten größtmöglicher Infektionsschutz gewährt wird.

Und wie läuft das konkret in der Anlaufstelle Friedrich-Ebert-Straße 107 ab? Der Ärztliche Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin und des DRK-Blutspendedienstes Harald Klüter erläutert: Erst erfolgt eine kontaktlose Temperaturmessung am Eingang. Nur wenn diese weniger als 37,5 Grad beträgt, darf der kostbare Körpersaft gespendet werden. Nach Ausfüllen eines Fragebogens, einem kurzen Arztgespräch sowie der nochmaligen Messung von Körpertemperatur und Blutdruck kommt der eigentliche Aderlass, der nur einige Minuten dauert. Anschließend ist eine kurze Erholungsphase mit Essen und Getränken vorgesehen.

Personal trägt Mundschutz

Das Personal trägt zur Sicherheit aller Mundschutz. Außerdem sind die Tische so aufgestellt, dass „sich Personen vereinzeln“, wie es Mediziner Klüter formuliert. Er weist daraufhin, dass Spendenwillige keine aktuellen Kontakte zu Menschen mit nachgewiesener COVID-19-Infektion haben dürfen und nicht innerhalb der letzten vier Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sein sollen.

Klüter zeigt sich von der großen Spendenbereitschaft in den letzten Wochen „überwältigt“ und betont, dass es in der aktuellen Situation besonders wichtig ist, genügend lebensrettende Blutprodukte zur Verfügung stellen zu können - zumal alle Bereiche der Hochleistungsmedizin weiterlaufen, beispielsweise chirurgische Eingriffe oder Notoperationen nach Unfällen. Jeder, der bereits einmal in Baden-Württemberg oder Hessen Blut gespendet hat und sich gesund fühlt, kann über das Reservierungsportal einen Termin einholen. Dies ist außerdem über die kostenlose Blutspender-Hotline möglich: 0800/11 949 11.

Info: www.blutspende.de/termine-in-mannheim

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