Mannheim

Kollekturwald Grüne begrüßen Kompromiss bei Rodungen

Bodenschutz als Basis

Archivartikel

Nach dem Kompromiss bei der klimagerechten Umgestaltung des kircheneigenen Kollekturwalds bei Schönau äußern sich Vertreterinnen der Grünen zu dem Vorhaben der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Stadträtin Gabriele Baier begrüßte die von drei auf acht Jahre verlängerte Dauer der Rodungen: Damit sei eine „Evaluation der Methode der Baumentfernung unter Einsatz von Baggern“ möglich.

Die von der Kirche beauftragte Landschaftsagentur Plus stehe nun in der Verantwortung, „die versprochene, punktgenaue Entfernung der Spätblühenden Traubenkirsche zu gewährleisten, ohne die Bestände der heimischen Baumarten zu verletzen“. Ursprünglich war geplant, in dem rund 111 Hektar großen Waldstück die Traubenkirsche, die sich dort unkontrolliert ausbreitete und andere Baumarten am Wachstum behindert, in kurzer Zeit komplett zu roden und anschließend umweltgerecht aufzuforsten. Dies soll nun auf den längeren Zeitraum gestreckt werden.

Klimastabiler Wald

Gemeinsam mit Landtagskandidatin Susanne Aschhoff und Nord-Ortsvereinssprecherin Pia Becker fordert Baier: „Wenn nach dem ersten Jahr abzusehen ist, dass dieses Ziel nicht erreichbar ist, muss die gewählte Methode angepasst werden.“ Der Schutz des Bodens und der heimischen Bäume sei eine wichtige Basis für die Entwicklung eines gesunden, klimastabilen Waldes, zudem sei ein Großteil des Kollekturwaldes als europäisches FFH-Naturschutzgebiet ausgewiesen.

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