Mannheim

Kapuzinerplanken Französischer Markt öffnet seine Pforten

Brücke zwischen zwei Kulturen

Archivartikel

Trotz Regenwetters und angenehmen Temperaturen: Gestern eröffnete der Französische Markt auf den Kapuzinerplanken. Im Jahr der 60-jährigen Städtepartnerschaft mit Toulon besuchte auch die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes die Stadt Mannheim und die Veranstaltung in den Quadraten.

Vor drei Jahren hatte der Honorarakonsul Folker Zöller die Idee für den Französischen Markt. Die Umsetzung sollte bereits 2017 ermöglicht werden. Descôtes nannte das Angebot die erste „kleine Reise durch Frankreich“. Alle Redner sind der Ansicht, dass der Markt für weitaus mehr als kulinarische Besonderheiten und ein spannendes Begleitprogramm stehe. Er symbolisiere die Brücke zwischen Mannheim und den verschiedenen Regionen Frankreichs. Mehrere Provinzen haben ihre Stände in dem großen Zelt aufgebaut und stellen sowohl ihre Heimat als auch ihre Spezialitäten vor.

Die Partnerstadt Toulon ist mit einem Informationsstand vertreten und trumpft sogar mit einer kleinen Küche für warme Spezialitäten auf. Für März 2020 ist laut dem Veranstalter Lutz Pauels, Erster Vorsitzender der Werbegemeinschaft Mannheim City, eine Fahrt nach Toulon im Gespräch. So soll das freundschaftliche Verhältnis weiter gepflegt werden.

Trotz vollen Terminplans nahm sich die Botschafterin Decôtes die Zeit, sich bei der Stadt Mannheim, den Organisatoren des Marktes und den anwesenden Besuchern persönlich für die Zusammenarbeit zu bedanken. Denn: „Es war ein Traum, und er wurde auch zur Wirklichkeit.“

Austausch im Mittelpunkt

Erster Bürgermeister Christian Specht hob neben den Ehrengästen aus Frankreich auch eine unerwartete Besucherin hervor: Die Eröffnung hatte selbst Maike Kohl-Richter, Witwe des vor zwei Jahren verstorbenen ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, angezogen.

Bei dem großen Angebot an Speisen und Handwerk soll der kulturelle Austausch nicht enden, Specht verweist besonders auf die „Allez Hop!, die „erste deutsch-französische Start-up-Konferenz mit mehr als 140 Teilnehmern“, die noch bis heute in Zusammenarbeit mit dem Institut Français Mannheim in der Stadt stattfindet. Zudem bieten die Informationsstände reichlich Angebote für Sprachkurse, denn die Sprache verbindet laut Specht ebenso wie andere Kulturgüter: „Die Liebe beginnt im Magen, aber dann muss die Sprache folgen.“