Mannheim

Citykirche Michael Graf in feierlichem Gottesdienst als Direktor der Diakonie eingeführt

„Brückenbauer“ übernimmt

Nach sechsmonatiger Vakanz ist die Stelle des Direktors der Diakonie Mannheim wieder besetzt: Michael Graf, der mit einem feierlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt wurde, übernimmt die Leitung. Stadtdekan Ralph Hartmann begrüßte den „Neuen“ als „Brückenbauer“ und „Hoffnungsträger“ für die Arbeit innerhalb der kirchlichen Organisation.

Graf bringe vier wesentliche Voraussetzungen mit, um die neue Tätigkeit ausfüllen zu können: Fachkompetenz, an der es laut Hartmann keine Zweifel gebe, schließlich sei Graf Sozialarbeiter. Zum anderen kenne er die soziale Landschaft sehr gut. Daher bringe er die entsprechende Führungskompetenz mit. Er kenne darüber Mannheim und seine Eigenheiten sehr gut, da er über dem Rhein, in Ludwigshafen, geboren ist. Und zu guter Letzt bringe er die für das Amt wichtige Voraussetzung der sozialen Kompetenz mit.

Gegensätze auflösen

„Ich trete die Tätigkeit mit großer innerer Ruhe an“, sagte Graf. Er hoffe, viel von der Liebe, die er bisher erfahren habe, zurückgeben zu können. Er versteht unter seiner Arbeit alle Aspekte des Dienstes am Menschen in allen sozialen und kirchlichen Fragen. Es gelte, Gegensätze aufzulösen, die unter anderem zum einen im Gegensatz zwischen Urbanität und Dörflichkeit oder zwischen arm und reich bestehen. Niedrigschwellige, aber auch finanzierbare Angebote zusammen mit der Caritas und anderen freien Wohlfahrtsverbänden gelte es zu erhalten oder auszubauen. Er nehme sich vor, in Teamarbeit ein „Nächster den Anderen zu werden“.

Ulrike Hahn von der Diakonie Baden wünschte dem Direktor eine glückliche Hand. Er bringe eine reiche Erfahrung mit. Roman Nietsch von der Liga der Wohlfahrtverbände überbrachte die Wünsche der angeschlossenen Verbände Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, der Paritätische, Deutsches Rotes Kreuz und Caritas sowie der jüdischen Gemeinde.

Nietsch rief dazu auf, Ökumene zu leben und damit die Stadtgesellschaft mitzugestalten. „Dafür muss man aber auch manchmal seine Stimme erheben“, so Nietsch. Martin Heß, Geschäftsführer der Diakonie Heidelberg, betonte, dass Graf sich als Brückenbauer und großer Netzwerker einen guten Ruf erarbeitet habe, den es nun auszufüllen gelte. Für die Stadt übermittelte Bürgermeister Michael Grötsch die Grußworte: „Seit vielen Jahren pflegen wir zugunsten hilfsbedürftiger Menschen eine fruchtbare Zusammenarbeit. Umso wichtiger ist auch für uns eine kompetente und stabile Leitung der Diakonie“, so Grötsch.

Hartmann sagte, dass die Kirche lange gesucht habe, bis sie den neuen Direktor gefunden hatte. „Jetzt sind wir aber froh, dass wir einen haben“, so der evangelische Stadtdekan. Den musikalischen Rahmen des Gottesdiensts lieferte der Chor M 1. Die Abteilungsleiter Jessika Tirandazi, Margret Stein-Geib und Martin Metzger wurden mit viel Beifall bedacht, da sie im vergangenen halben Jahr mit Manfred Froese und Aufsichtsratschef Thomas Löffler die Geschäfte geführt hatten.

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