Mannheim

Kundgebung Ausreichende Finanzierung für Schwangerenkonfliktberatung und erleichterter Zugang zu Informationen über Ärzte angemahnt

Bündnis fordert bessere Hilfen vor Abtreibungen

Archivartikel

Zum „Safe Abortion Day“, dem internationalen Tag der sicheren Abtreibung, hat der Paritätische Kreisverband Mannheim am Montagabend eine Kundgebung auf dem Marktplatz veranstaltet. Dabei stellten die Organisatorinnen einen Zehn-Punkte-Plan zur Wahrung der Frauenrechte Rechte bei Schwangerschaftskonflikten vor.

An konkreten Maßnahmen seien neben einer gesicherten, verlässlichen medizinischen Versorgung auch eine gute Beratung und bessere Hilfen für die betroffenen Frauen erforderlich, heißt es. Der Paritätische Kreisverband Mannheim fordert unter anderem eine 100-Prozent-Förderung der Schwangerenkonfliktberatung.

Zu der Kundgebung riefen auch pro familia, SPD und Grüne, ein Feministisches Bündnis sowie die Giordano Bruno Stiftung auf. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung! Egal wo. Egal wer. Egal warum.“

„Wir begrüßen es außerordentlich, dass Mannheim bei der ärztlichen Versorgung für Schwangerschaftsabbrüche und die Schwangerenkonfliktberatung aktuell gut aufgestellt ist“, teilte Sonja Lingelbach, Referentin bei der Paritätischen Kreisgeschäftsstelle, mit. Probleme gebe es allerdings im Hinblick auf eine ausreichende Finanzierung. „Der Landeszuschuss in Höhe von 80 Prozent, die die Beratungsstelle von pro familia erhält, reicht nicht aus“, so Lingelbach. „Um die Versorgung für alle betroffenen Frauen und Familien in Mannheim dauerhaft zu sichern, ist eine Kofinanzierung des Fehlbetrags durch die Kommune unerlässlich.“ Auch müsse sichergestellt sein, dass Frauen, die ihre Schwangerschaft abbrechen wollten, einen leichten Zugang zu Informationen über Ärzte, Methoden und Verfahren bekämen. Dringend erforderlich sei auch die Einbeziehung der Mannheimer Kliniken. 

Zum Thema