Mannheim

Politik Kritik an AfD-Auftritt in der Kulturhalle

Bürger laden zum Kehraus ein

Archivartikel

Zum „demokratischen Kehraus rund um die Kulturhalle Feudenheim“ laden Bürger des Stadtteils um Joachim Kamrad (SPD) und Hans-Jürgen Hiemenz morgen, 8. März, ab 18.30 Uhr, ein. Die als „Stadtteilsparziergang mit Schrubber, Besen und Humor“ bezeichnete Aktion steht unter dem Motto „Warum ich am Weltfrauentag putzen gehe?“ und ist als Gegenveranstaltung zum geplanten Auftritt des AfD-Politikers Albrecht Glaser in der Feudenheimer Kulturhalle (wir berichteten) zu verstehen. Kritik an dem Auftritt Glasers und generell an der Nutzung der Kulturhalle durch die AfD kommt auch von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) – Bund der Antifaschisten und vom Feudenheimer Karnevalsverein Narrebloos Prinz Max.

„Willkommen sind Sie nicht“

„Alleine die Vorstellung, dass zukünftig auch in der Feudenheimer Kulturhalle rechtspopulistische Parolen herausposaunt und beklatscht werden könnten, ist nur schwer zu ertragen“, so Ingo Bauer, Päsident der Narrebloos Prinz Max, weiter. „Der AfD sei gesagt: Dass Sie unsere Feudenheimer Kulturhalle mieten dürfen, ist rein rechtlich wohl nicht zu verhindern. Willkommen sind Sie nicht.“

Mit „Bestürzung“ reagierten Fritz Reidenbach und Klaus Dollmann von der VVN. Die Bürgerhäuser würden von der Stadt gezwungen, künftig ihre Räumlichkeiten den politischen Parteien aller Couleur zu überlassen. Während sich die Stadtverwaltung mit dem Neutralitätsgebot „aus der Verantwortung stiehlt“, schiebe sie den überwiegend ehrenamtlich geführten Häusern die Verantwortung zu, so die VVN.

Der Auftritt Glasers in der Kulturhalle soll morgen, Freitag, 8. März, 19 Uhr, stattfinden. Die AfD erwartet 100 bis 150 Besucher.