Mannheim

Spinelli Organisation sorgt sich um Frischluftschneise

BUND fordert Abriss der U-Halle

Archivartikel

Mannheim.Nach der Entscheidung des Gemeinderats zum Bau des neuen zentralen städtischen Grünbetriebshofes am östlichen Rand des Spinelli-Geländes sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Stadtverwaltung in der Pflicht, „Maßnahmen zur Sicherung der Frischluftschneise zu ergreifen“. Die Mannheimer BUND-Gruppierung fordert in einer Pressemitteilung deshalb, die U-Halle auf dem Spinelli-Gelände nach der Bundesgartenschau komplett abzureißen.

„Mit der nun feststehenden Bebauung eines Teils des Spinelli-Areals ergibt sich als Zukunftsperspektive, dass die gerade für die Frischluftzufuhr in die Innenstadt so bedeutsame Schneise von mehreren Seiten eingeengt und in ihrer wirksamen Breite vermindert wird“, heißt es in der BUND-Mitteilung. Im Norden erfolge die Einengung durch die geplante Bebauung von Käfertal-Süd, in der Mitte durch die U-Halle und im Süden durch das Gewerbegebiet Talstraße sowie den nun beschlossenen Grünbetriebshof. In mehreren Klimagutachten zum Grünzug Nordost wird laut BUND die „thermische Barrierewirkung“ der noch vorhandenen Militärgebäude nachgewiesen. Die Gutachten zeigten, dass die Kombination aus den drei Gebäudeensembles – Käfertal-Süd, U-Halle und Gewerbegebiet – einen wirksamen Luftfluss nicht in ausreichendem Maß gewährleiste und in der Summe zu einer Verengung der Frischluftschneise auf ein Maß führe, „das nahe an der kritischen Grenze zur klimatologischen Wirksamkeit liegt“. Daher muss laut BUND auf mindestens eines dieser drei Elemente verzichtet werden.

„Wichtiger Fixpunkt“ für Buga

Da die Bebauung Käfertal-Süd und nun auch der Betriebshof beschlossen seien, folge daraus die Notwendigkeit, die U-Halle nach der Bundesgartenschau restlos zurückzubauen, wie der BUND es schon von Beginn der Planungen fordere. „Für die Programmgestaltung der Buga ist die Halle als wichtiger Fixpunkt vorgesehen, und ein Betrieb bis Ende 2023 wird auch vom BUND mitgetragen“, heißt es in der Mitteilung. Danach aber sei der „Sicherung der Frischluftschneise“ absoluter Vorrang einzuräumen. 

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