Mannheim

Konversion Militärverwaltung schließt erst 2022 / Stadt entwickelt derweil wie geplant das übrige Areal der Hammonds-Kaserne

Bundeswehr bleibt länger in Seckenheim

Die Bundeswehr wird ihre Liegenschaft in Seckenheim nun doch nicht vor 2022 freigeben. Dies teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Thomas Silberhorn (CSU), dem Mannheimer Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) mit.

Die rund zehn Hektar große Konversionsfläche im Süden Seckenheims wurde einst sowohl von der US-Army als auch von der Bundeswehr genutzt. Der von den Amerikanern betriebene Trakt wurde dem Bund bereits 2011 übertragen. Bislang wurde erwartet, dass die Flächen der Bundeswehr 2019 folgen.

Dem ist nun nicht so. Wegen Verzögerungen bei ihrem Neubau in Neuostheim wurde die Freigabe „auf voraussichtlich 2022 verschoben“, schrieb Staatssekretär Silberhorn an Löbel. Auf die Umsetzung der bereits abgeschlossenen Planung der Stadt für ein Neubau-Quartier mit etwa 1000 Neubürgern hat die Entscheidung der Bundeswehr keinen größeren negativen Einfluss. Auf Anfrage des „MM“ erklärten sowohl der Konversionsbeauftragte der Stadt, Klaus-Jürgen Ammer, als auch Martina Block von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), dass nun eben zunächst die Vermarktung und Erschließung der bereits verfügbaren Flächen wie geplant beginne.

Demnach sollen Ende 2018 die baurechtlichen Grundlagen gelegt sein und 2019 der Leitungs- und Straßenbau beginnen. „Die ersten Bewohner“, so Martina Block, „werden wohl 2022 einziehen können.“