Mannheim

Feuerwehr Experten beraten über Gefahren auf dem Wasser

Bundesweit einmaliges Treffen

Die Flusskreuzfahrtschiffe, die den Neckar befahren, werden immer größer – aber wie kann man sie im Notfall schnell räumen, dort gar ein Feuer löschen? „Da hat sich auf dem Rhein schon viel getan, davon können wir lernen“, sagt Stefanie Heck von der Feuerwehr Heidelberg zufrieden. Sie ist eine von 90 Teilnehmern aus ganz Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz beim Symposium „Gefahrenabwehr auf Wasserstraßen“ im Stadthaus N 1.

Die weiteste Anreise hat Leon Schmidt von der Brandweer in Nijmegen in den Niederlanden absolviert. Doch Mannheim ist ihm nicht fremd – im Gegenteil: „16 Jahre war ich Binnenschiffer, oft habe ich im Hafen angelegt“. Nun fährt er das Feuerlöschboot in Nijmegen. „Sich auszutauschen ist schön und wichtig, denn jeder arbeitet auf seine Weise“, so Leon Schmidt.

Das war auch der Grund, warum Karl F. Mayer, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes, die Tagung ins Leben rief, als 2012 das neue Feuerlöschboot in Betrieb ging. Mit Rudi Götz von der Berufsfeuerwehr, inzwischen pensioniert und weiter als Experte gefragt, hat er das Symposium nun zum vierten Mal vorbereitet und dank seines Netzwerks viele Experten gewonnen. Neben dem Stadtfeuerwehrverband sind der Deutsche Feuerwehrverband, die Deutsch-Französisch-Schweizerischen Oberrheinkonferenz und die Stadt Mannheim als Ausrichter dazugekommen.

Risiken steigen

„Es ist eine in dieser Form bundesweit einmalige, ja die ganz zentrale Expertentagung zur Gefahrenabwehr auf Wasserstraßen“, so Erster Bürgermeister Christian Specht in seinem Grußwort. Die Binnenschifffahrt werde in Zeiten überlasteter Autobahnen und Schienenstrecken immer wichtiger als Verkehrsweg, es stiegen aber auch die Risiken.

„Obwohl die Dimensionen bei uns natürlich ganz andere sind, weil wir Seehäfen haben – man kann immer voneinander lernen“, begründet Andreas Harder, Leiter vom Löschboot- und Wasserrettungszentrum der Feuerwehr Hamburg, warum er gerne in Mannheim dabei ist. „Der Erfahrungsaustausch, das Nachbereiten großer Einsätze, ist unheimlich wichtig – generell, aber gerade für uns entlang des Rheins“, ergänzt Frank Suhre von der Feuerwehr Bonn. „Auch ich nehme hier viel mit, so ein Treffen tut immer gut“, so Stefanie Heck. 

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