Mannheim

Bildung Einrichtung der Universität und der Technologiekonzern vereinbaren Zusammenarbeit / Ingenieure erhalten wirtschaftswissenschaftliche Basis

Business School kooperiert mit ABB

Archivartikel

ABB Deutschland und die Mannheim Business School (MBS) haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die deutsche Landesgesellschaft des global tätigen Technologiekonzerns und das organisatorische Dach für Management-Weiterbildung der Universität Mannheim wollen künftig in mehreren Bereichen eng zusammenarbeiten. Dazu gehören die Entsendung von ABB-Mitarbeitern in die berufsbegleitenden MBA- und Executive-MBA-Programme der MBS, die Rekrutierung von Absolventen, gemeinsame Workshops, Lehr- und Beratungsprojekte sowie die gemeinsame Entwicklung von innovativen Management-Weiterbildungslösungen.

Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten im Studien- und Konferenzzentrum der Mannheim Business School Markus Ochsner, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der ABB AG, und MBS-Präsident Jens Wüstemann.

Für beide Seiten ist es eine „im wahrsten Sinne des Wortes naheliegende Kooperation“, schreibt die Business School: Denn den Hauptsitz von ABB Deutschland und die Mannheim Business School trennen nur wenige Kilometer. „Die Mannheim Business School gehört zu den führenden Institutionen ihrer Art in Europa. Mit ihrem Programmangebot können wir nicht nur Mitarbeiter gezielt im Bereich Management weiterbilden, sondern auch Nachwuchskräfte aus dem Vollzeit-MBA-Studiengang der MBS für uns gewinnen“, so Ochsner.

Überblick bekommen

„Diese Partnerschaft ist eine echte Win-Win-Situation“, ist sich auch MBS-Präsident Wüstemann sicher. „ABB ist nicht nur ein Unternehmen, das zu den größten Arbeitgebern in der Metropolregion Rhein-Neckar gehört und hier höchstes Ansehen genießt. Es passt mit seiner Mitarbeiterstruktur sehr gut zu unserem Programmangebot, das sich gerade an international orientierte, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte aller Disziplinen – und damit nicht nur Wirtschafts-, sondern vor allem Ingenieur- und Naturwissenschaftler – wendet.“

Zu dieser Gruppe gehört Renatas Balke. Der 38-Jährige ist bereits seit 14 Jahren bei ABB tätig. Nach seinem Masterabschluss in Elektro- und Computertechnik arbeitete Balke zunächst als Projektingenieur und -manager in seinem Heimatland Litauen, bevor er 2011 als Sales Manager zu ABB Deutschland kam. „Zwar eignet man sich viele Management-Kenntnisse in der Praxis an, aber es war mir wichtig, das ‚Big Picture’ vermittelt zu bekommen“ – also den großen Überblick –, so Balke, der als einer der ersten ABB-Mitarbeiter in den berufbegleitenden Mannheim Executive MBA entsendet wurde.

Dieses Programm richtet sich an erfahrene Fach- und Führungskräfte. Und so wird Balke in den kommenden 18 Monaten mit 38 weiteren Teilnehmern aus zwölf Nationen den Feinschliff für seine weitere Karriere erhalten.

Die Mannheim Business School ist eine eigenständige GmbH, die die Universität Mannheim 2005 gegründet hat. Sie gehört der Universität (25,2 Prozent) und der Prechel-Stiftung e.V. (74,8 Prozent), der alle BWL-Professoren angehören. Aufgabe ist es, Management- Weiterbildungen anzubieten. Die Business School bietet kostenpflichtige Kurse und Studiengänge an, ein Schwerpunkt sind dabei sogenannte MBA (Master of Business Administration)-Programme. red