Mannheim

Bildung Mannheimer Comedian gibt Preisgeld an Stadtbibliothek weiter

Ceylan fördert Buch-Projekt

Der Mannheimer Comedian Bülent Ceylan ist im vergangenen Jahr beim Deutschen Lesepreis mit dem erstmalig vergebenen Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung für prominentes Engagement geehrt worden. Jetzt hat er das Preisgeld an die Stadtbibliothek weitergegeben.

Ceylan ist seit 2013 Lesebotschafter der Stiftung Lesen. Er wirbt für das Lesen und ermutigt junge Familien, ihren Kindern früh und regelmäßig vorzulesen. Mit seiner „Bülent Ceylan für Kinder Stiftung“ unterstützt er Institutionen, die sich für die Förderung und Bildung von Kindern stark machen. Das Preisgeld von 2500 Euro aus dem Deutschen Lesepreis übergab Melanie Magin, Geschäftsführerin seiner Stiftung, jetzt der Stadtbibliothek für ihr Projekt „Eine Stadt liest ein Buch“.

„Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass schon kleine Kinder lernen, dass das Beherrschen verschiedener Sprachen ganz wertvoll ist und Menschen zusammenbringen kann, vor allem in einer so multikulturellen Stadt wie Monnem. Deswegen unterstütze ich das Projekt, zumal das Buch in sieben Sprachen erschienen ist“, scheibt Ceylan in einer Mitteilung.

Multikulturelle Stadt

„Der Preis ist ein Dank an Bülent Ceylan für sein aktives Engagement in der Leseförderung. Wer lesen kann und die Sprache beherrscht, kann sich mitteilen, kann kommunizieren“, so Astrid Kießling-Taskin vom Vorstand der Commerzbank-Stiftung. „Es war uns eine große Ehre und ein besonderes Anliegen, Bülent Ceylan den ersten Sonderpreis für prominentes Engagement zu verleihen. Seit vielen Jahren engagiert er sich, um junge Menschen für das Lesen zu begeistern. Wir freuen uns daher sehr, dass er das Preisgeld der Stadtbibliothek Mannheim spendet. Wenn nun die Kinder hier vor Ort gemeinsam ein Buch lesen, kommen wir unserem Ziel einen wichtigen Schritt näher: Lesen zum Teil jeder Kindheit und Jugend zu machen.“, so Jörg Maas von der Stiftung Lesen

Kinderbuch wird übersetzt

Mit dem Preisgeld kann die Stadtbibliothek das Projekt „Eine Stadt liest ein Kinderbuch“ umsetzen, das schon lange auf der Wunschliste der Bibliothekspädagogik steht. Für die Aktion wurde das mehrsprachige Kinderbuch „Kikeri – was?“ von Lena Hesse, das die Themen Toleranz und Sprachenvielfalt darstellt, ausgewählt. Die Stadtbibliothek bietet zwischen Februar und Juli ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für Kindertageseinrichtungen, Schulklassen, Eltern und Kinder an, bei denen sich alles um dieses Buch dreht: Neben Bilderbuchkinos, Erzähl- und Schattentheater wird es auch mehrsprachige Vorlesestunden, Trickfilm-Werkstätten in den Oster- und Pfingstferien sowie einen Workshop mit der Illustratorin Lena Hesse geben. Das Buch steht zudem in sieben Sprachen zum Ausleihen bereit, soll aber auch in weiteren Sprachen erzählt werden.

Hierfür werden nun noch Menschen gesucht, die Lust haben, den Text in ihre Muttersprache zu übertragen und dies aufzeichnen zu lassen. Am Montag, den 22. Juli, ist ein großes Abschlussfest geplant, bei dem die Ergebnisse der Aktion präsentiert werden. red