Mannheim

Kartellamt Grünes Licht für Diakonissen-Verkauf

Christliche Kliniken nun vereint

Das Diakonissenkrankenhaus hat nun auch offiziell einen neuen Träger. Zu Monatsbeginn übernahmen es die Barmherzigen Brüder Trier (BBT), denen seit einem Jahr bereits das Theresienkrankenhaus gehört. Für das organisatorische Zusammenführen der christlichen Kliniken habe das Bundeskartellamt jetzt grünes Licht gegeben, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage Martin Fuchs, Sprecher der BBT-Gruppe.

Fuchs betonte, für die Mitarbeiter (rund 850 im Diakonissen und rund 1500 im Theresien) wie für Patienten werde sich einstweilen nichts ändern. Im Dezember würden zunächst nur Gespräche mit den Verantwortlichen geführt, in welchen Bereichen es eine engere Zusammenarbeit geben könne. Im Januar wollten sich die neuen Träger dann den Mitarbeitern des Diakonissenkrankenhauses offiziell vorstellen. Mit größeren Veränderungen sei voraussichtlich nicht vor Mitte nächsten Jahres zu rechnen.

Die katholische BBT-Gruppe hat das evangelische Krankenhaus von den Diakonissen Speyer übernommen. Über den Preis und die Modalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Als Begründung für den Kauf wurden Synergieeffekte genannt. Laut Fuchs könnten dazu langfristig auch Standortfragen gehören. Zu einem möglichen Neubau des Theresienkrankenhauses an anderer Stelle sagte der BBT-Sprecher: „Wir suchen noch immer.“ sma

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