Mannheim

Corona-Pandemie Gemeinderat hat rund 126 000 Euro bereitgestellt, die eigentlich fürs ausgefallene Stadtfest vorgesehen waren / Bis 31. Oktober möglich

Club-Betreiber können Finanzhilfe beantragen

Archivartikel

Ende Juli hatte der Gemeinderat beschlossen, den städtischen Zuschuss für das wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Stadtfest den Clubs in der Stadt zugutekommen zu lassen, die ebenfalls unter den Pandemie-Beschränkungen leiden. Jetzt können die Betreiber die Finanzhilfe beantragen, wie die Stadt mitteilt. Das Volumen: 126 500 Euro.

Bis zum 31. Oktober können Inhaber oder Betreiber von (Live-)Musikspielstätten, Clubs und Diskotheken einen Antrag für die Mannheimer Clubförderung abgeben. Mit dem nun aufgelegten Programm stehen laut der Mitteilung aus dem Rathaus für zweckgebundene Steuerberatungen insgesamt 30 000 Euro (maximal 1600 Euro je Antragsteller) zur Verfügung. Die übrigen 96 500 Euro (maximal 20 000 Euro pro Antragsteller) dienen zur Unterstützung bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sowie für Investitionen in zukunftsfähige Betriebskonzepte.

„Mannheim ist Unesco-Musikstadt mit einer vitalen Nacht- und Ausgehkultur“, wird Oberbürgermeister Peter Kurz in der Mitteilung zitiert. „In Ergänzung zu unseren Corona-Soforthilfeprogrammen adressiert die Clubförderung deshalb genau diese Wirtschaftsbereiche.“ Wirtschaftsdezernent Michael Grötsch verweist auf die „vielfältige und lebendige Musik- und Clubszene“. „Sie ist Wirtschafts- und Standortfaktor. Die Clubförderung richtet sich ganz gezielt an Mannheimer Betriebe, um ihnen in der aktuellen Situation eine Perspektive zu bieten und ihre Existenz zu sichern“, so Grötsch. Nachtbürgermeister Robert Gaa freut sich, „dass wir in Mannheim den großen Stellenwert des Nachtlebens für das gemeinsame Zusammenleben anerkennen und die Betriebe in dieser schwierigen Zeit nicht alleine lassen“.

Die Zuwendung wird laut Rathaus-Mitteilung in Form einer Festbetragsfinanzierung gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Analog zu den städtischen Corona-Soforthilfeprogrammen I und II müssen andere wirtschaftliche Einsparmöglichkeiten, Fördermöglichkeiten aus den Programmen von Europäischer Union, Bund und Land sowie potenzielle Finanzierungsmöglichkeiten über Kreditinstitute vorrangig in Anspruch genommen werden. 

Info: Antrag und Förderrichtlinie unter www.bit.ly/3jErtoL 

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