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Corona: Mannheim bekommt neues Drive-In-Schnelltestzentrum

Archivartikel

Mannheim.Mannheim soll ab Montag, 11. Januar, ein neues Schnelltestzentrum in der Fardelystraße 1 am alten Stromwerk bekommen. Nach vorheriger Terminvereinbarung werden Patienten in einem One-Way Drive-In System kontaktlos empfangen und getestet. So könnten sie sich mit einem einfachen Abstrich Sicherheit vor dem Arbeitseinsatz, Reisen oder dem Besuch von Verwandten holen, teilen die Organisatoren mit. Der Test soll 35 Euro pro Person kosten. 

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Durch Terminvergabe über ein Online-Buchungssystem (www.schnelltestzentrum-mannheim.de) sollen Wartezeiten vermieden und der kontaktlose Zugang zum Zentrum ermöglicht werden. Das Einbahnstraßen-Drive-In-System kann mit dem Auto befahren, aber auch zu Fuß betreten werden. Der Antigen-Schnelltest sei mit einer speziell dafür entwickelten App verknüpft, die „den höchsten Standards der aktuellen Datenschutzrichtlinien entspricht“, so die Mitteilung. Etwa 30 Minuten nach dem Abstrich werde das Testergebnis durch einen personalisierten und datenschutzkonformen QR-Code übermittelt.

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Sollte der Test positiv ausfallen, werden die Daten gemäß gesetzlicher Vorgabe zusätzlich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt setzt sich dann mit der Testperson in Verbindung und klärt über die weiteren Vorgänge (PCR-Test, Quarantäne) auf.

Organisiert wird das Testzentrum von den Veranstaltern und Event-Organisatoren Rouven Hager und Moritz Biedenbach, die nach eigener Angabe ihren Beitrag zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in ihrer Heimat Mannheim leisten, Arztpraxen entlasten und die Ausbreitung des Virus eindämmen möchten. Die Krise habe dafür gesorgt, dass sie ihren regulären Berufen nicht mehr nachgehen können und koste täglich hunderte Menschen ihr Leben, wird Rouven Hager in der Mitteilung zitiert. Das Testzentrum steht unter der ärztlichen Leitung des Laborarztes Armin Schwarzbach in Kooperation mit Armin Labs Augsburg.

In Bezug auf die Sicherheit des Tests teilen die Verantwortlichen mit, der verwendete Corona-Antigen-Schnelltest sei vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. Er verfüge über eine hohe Sensitivität von 97,56 Prozent und eine Spezifität von über 99,9 Prozent. Er erfülle damit die gesetzlichen Anforderungen und kann SARS-CoV-2 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nachweisen. Sensitivität bedeutet die Richtig-Positiv-Rate, also die Fähigkeit des Tests, eine mit dem Virus infizierte Person korrekt zu identifizieren, Spezifität beschreibt Richtig-Negativ-Rate, mit der eine nicht infizierte Person korrekt als negativ erkannt wird.

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