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Pandemie

Coronavirus: Inzidenz steigt in Mannheim erstmals über 300 – Vier weitere Todesfälle

Archivartikel

Mannheim.Das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim hat am Freitag (Stand 16 Uhr) vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Mit 135 Neuinfizierten steigt die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals über 300.

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104 Todesfälle mit einer Covid-19-Infektion sind damit inzwischen in der Quadratestadt bekannt. Wie die Behörde mitteilte, handelt es sich dabei um vier Frauen: „Eine über 90 Jahre alte Frau und eine über 80 Jahre alte Frau verstarben in Mannheimer Kliniken. Eine über 60 Jahre alte Frau verstarb in einer Klinik außerhalb Mannheims. Eine weitere über 80 Jahre alte Frau verstarb außerhalb Mannheims“, heißt es. Nähere Angaben macht das Amt nicht.

Darüber hinaus meldet das Gesundheitsamt 135 weitere positiv auf Covid-19 getestete Personen. Insgesamt haben sich in der Quadratestadt damit 7179 Menschen angesteckt. 4908 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Damit gibt es in Mannheim 2185 akute Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit bei 303,5 neuen Fällen je 100.000 Einwohner und erreicht damit ein neues Allzeit-Hoch.

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Die gravierenden Einschränkungen haben bundesweit noch nicht zu einer vergleichbaren Reduktion der Mobilität wie im Frühjahr geführt, heißt es in der Mitteilung. „Das entspricht auch unsereren Beobachtungen“, wird Oberbürgermeister Peter Kurz zitiert. Er appelliert an die Bürger, „zu Hause zu bleiben, wann immer das möglich ist“ und an Arbeitgeber „ihren Betrieb an diese Notwendigkeiten anzupassen “. Die zahlreichen Ausnahmen der Ausgangsbeschränkungen in der Landesverordnung würden ersichtlich intensiv genutzt oder die Beschränkungen nicht beachtet. „Es ist zweifelhaft , ob die notwendige drastische Reduktion der Infektionen durch den angestrebten Reproduktionswert von 0,3 erreicht werden kann. Dies muss aber über mindestens 3 Wochen erfolgen“.

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