Mannheim

Rosengarten Geschäftsführer Johann W. Wagner geht in Pension / Bastian Fiedler übernimmt allein Führung des Kongresszentrums

Das Ende der Doppelspitze

Mannheim.Der Rosengarten bekommt ab 2020 wieder einen alleinigen Chef: Bastian Fiedler. Der 40-jährige führt seit 2017 in einer Doppelspitze mit Johann W. Wagner die m:con - mannheim:congress gmbh. Wenn Wagner zum Jahreswechsel in den Ruhestand geht, gibt es wieder nur noch einen Geschäftsführer. Das beschloss jetzt der Aufsichtsrat. Er berief zugleich zwei Prokuristen, die beide aus dem Haus kommen.

Johann W. Wagner, im April 65 Jahre alt geworden, war schon 1991/93 im Rosengarten, als der gerade als eigene Gesellschaft ausgegründet wurde und zu florieren begann. Nach mehreren Stationen im Norden kam er 2009 zum Mannheimer Stadtmarketing und folgte 2013 im Rosengarten auf Michel Maugé.

Geplanter Generationswechsel

Der hatte schon Bastian Fiedler als seinen Nachfolger aufgebaut. Der Diplom-Betriebswirt kam vor 17 Jahren, nach dem Studium, ins Kongresszentrum. Fiedler profilierte sich früh, führte alleine viele erfolgreiche Verhandlungen mit Kunden, vertrat den Rosengarten auf wichtigen Branchentreffen und erhielt bereits 2011 Einzelprokura.

Der Aufsichtsrat wollte ihn zwar 2012 noch nicht zum alleinigen Chef machen, ihn jedoch unbedingt im Haus halten. Das Gremium signalisierte ihm, dass man langfristig auf ihn setzt, und berief Fiedler ab 2017 als zweiten Geschäftsführer, um einen Generationswechsel im sanften Übergang zu ermöglichen. Damit habe er sich „bereits in einer wichtigen Schlüsselposition bewährt“, so der m:con-Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeister Michael Grötsch. Mit Wagner sei es Fiedler gelungen, den Rosengarten „zu einem der attraktivsten Kongress- und Eventhäuser Deutschlands zu entwickeln“. „Die richtige Entscheidung“, freut sich Johann W. Wagner über die kontinuierliche Nachfolgeregelung“.

Zwei Prokuristen

Nun will Fiedler, wie er sagt, die „erfolgreiche Entwicklung vorantreiben“. Dabei sei die geplante Kapazitätserweiterung mit einem neuen, auf das Foyer zwischen Musen- und Mozartsaal aufgesetzten neuen Saal ebenso wichtig wie Mitarbeiterentwicklung und, so Fiedler, die „Optimierung interner Projektprozesse im Rahmen der Kommunikations- und Digitalisierungsstrategie.“

Aber auch wenn es keine Doppelspitze mehr gibt, muss Fiedler die 110 Mitarbeiter zählende m:con nicht ganz allein führen. Der Aufsichtsrat berief gleichzeitig mit seiner Bestellung als Geschäftsführer zwei Prokuristen: Benedikt Füssel und Thorsten Frank.

Veranstaltungskaufmann Benedikt Füssel (34), seit acht Jahren im Unternehmen, verantwortet zukünftig den gesamten operativen Bereich, wozu die geplante Aufstockung des Mittelfoyers sowie die noch stärkere nationale und internationale Positionierung der m:con zählen. Schon jetzt arbeitet sie nicht nur im Rosengarten, sondern organisiert als Kongress- und Eventagentur viele Großveranstaltungen an mehr als 30 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Thorsten Frank, der derzeit das Project-Controlling verantwortet, übernimmt die kaufmännische Leitung. Der 35-jährige Diplom-Betriebswirt, seit 15 Jahren bei der m:con, wird sich die Digitalisierung der kaufmännischen Prozesse vornehmen.

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