Mannheim

Tourismus Stadtmarketing bietet am Sonntag zum „Welttag des Gästeführers“ zwei kostenlose Führungen an / Weitere Führer gesucht

„Das ist doch das Filetstück unserer Stadt“

Die herrlichen Villen, die reizvolle architektonische Mischung aus Jugendstil, Neobarock, Klassizismus und ein bisschen Landhausstil, die prachtvolle Christuskirche – das alles bringt sie gerne vielen Besuchern nahe. „Die Oststadt ist doch das Filetstück unserer Stadt“, sagt Agnés Thuault-Pfahler. Zum „Welttag des Gästeführers“ bietet sie daher dort am Sonntag, 16. Februar, eine besondere Führung an.

Seit 1999 macht der Bundesverband der Gästeführer Deutschland jährlich am 21. Februar mit diesem Tag auf das Berufsbild der Gästeführer und ihr Engagement für ihre Stadt aufmerksam. Das greift das Stadtmarketing, das über seine Tourist-Info am Hauptbahnhof Stadtrundfahrten und Rundgänge anbietet, gerne auf. „Der Weltgästeführertag ist die Chance, den Beruf mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wir brauchen in Mannheim zukünftig viel mehr Gästeführer, denn die Nachfrage nach Stadtführungen wird immer größer“, sagt Karmen Strahonja, Geschäftsführerin von Stadtmarketing. 2019 konnte die Tourist Info rund 24 Prozent mehr gebuchte Führungen verzeichnen als im Vorjahr – Tendenz weiter steigend.

Am Sonntag, 16. Februar um 14 Uhr zeigen zwei Mannheimer Gästeführerinnen anlässlich des Weltgästeführertages kostenfrei und auf Spendenbasis ihre Lieblingsviertel. Agnés Thuault-Pfahler ist Kunsthistorikerin und seit 19 Jahren Gästeführerin in Mannheim. Die Französin kam „der Liebe wegen“ in die Quadratestadt, hat aber auch die Lizenz, in ihrer Heimat den Louvre oder Schloss Versailles zu erläutern.

Lehrgang geplant

„Die Oststadt. Ein Stadtteil als Zeugnis des Belle époque“ lautet der Titel ihrer Führung. Sie bereitete sich im Marchivum mit ausführlichem Studium alter Pläne vor und zeigt, wie Ende des 19. Jahrhunderts die Ost-Erweiterung der Stadt mit dem Bau des Wasserturms begann und eine der schönsten Jugendstilanlagen Deutschland mit den Kaskaden und üppig bewachsenen Laubengängen ebenso entstand wie das Villenviertel. Treffpunkt dafür ist am Wasserturm, Seite in Richtung Augustaanlage. Vor der Schlosskirche startet ebenso um 14 Uhr die zweite Führung „Spaziergang vom Schlossgarten zum Stephanienufer“, die Elisabeth Strittmatter-Halfar leitet. Ausgehend vom Schloss geht es zur Rheinpromenade, wo sie an die alte Zollburg am Fluss erinnert.

Aufgrund steigender Nachfrage sucht das Stadtmarketing für die Zukunft nach weiteren Gästeführern. „Auch im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2023 müssen wir schon jetzt deutlich aufstocken,“ so Strahonja. „Es macht viel Spaß, aber man muss sich auf jede Gruppe anders einstellen – mal habe ich Schüler, mal Fachleute“, so Agnés Thuault-Pfahler. In Kooperation mit der IHK Rhein-Neckar ist ein neuer Gästeführer-Lehrgang in Planung. Interessenten können sich bei der Tourist Info unter touristinformation@mannheim.de melden.

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