Mannheim

Unglück Beim Zusammenstoß mit einer Bahn wird ein Autofahrer auf dem Luzenberg schwer verletzt / Die Unfallserie lässt auch die Polizei rätseln

"Das ist eine unerklärliche Häufung"

Schon wieder hat die Polizei gestern einen schweren Unfall mit einer Straßenbahn gemeldet. Demnach stieß am Dienstag gegen 20.30 Uhr ein 30-jähriger Mannheimer mit seinem Seat, als er auf der Luzenbergstraße verbotswidrig wenden wollte, gegen einen ebenfalls Richtung Waldhof fahrenden Linie-1-Zug. Er wurde mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn geschleudert und erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen.

Der Fahrer sowie die Fahrgäste in der Bahn blieben unverletzt. Der Schaden an ihr und am Skoda wird auf insgesamt rund 22 000 Euro geschätzt. Die Luzenbergstraße musste zeitweise gesperrt werden.

In jüngerer Zeit ereigneten sich einige Unfälle mit Bahnen. "Das ist eine unerklärliche Häufung", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Da die Bahnüberfälle überwiegend von sich falsch verhaltenden Autofahrern verursacht würden, mache aber eine Suche nach strukturellen Gründen wohl wenig Sinn. "Wenn jemand ein Rotlicht ignoriert und beim Abbiegen eine Bahn übersieht, können wir nicht viel tun, um so etwas künftig zu verhindern."

Trotz Blinklicht abgebogen

Vergangene Woche beschädigte in der Neckarstadt-West ein Opel-Fahrer beim Einbiegen in die Mittelstraße einen Zug der Linie 2. Am 24. August stieß eine 42-Jährige auf dem Almenhof mit ihrem Skoda trotz roter Ampel gegen eine Bahn. Das passierte am 30. Juli auch einem 25-Jährigen auf dem Kaiserring.

Mitte Juli übersah ein Autofahrer beim Wenden auf der Neckarauer Straße einen Linie-1-Zug. Anfang Juli missachtete ein 44-Jähriger auf dem Waldhof beim Rechtsabbiegen ein Blinklicht, das eine nahende Bahn anzeigte. Und am 24. Juni wurde in Sandhofen ein 27-jähriger Golf-Fahrer bei einer Kollision mit einem Linie-3-Zug sogar lebensgefährlich verletzt. sma

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