Mannheim

Planetarium Hunderte Besucher beim Sternenfest / Planetenallee auf Augustaanlage soll im Frühjahr 2019 kommen

„Das leuchtet ja ganz rot“

Archivartikel

Mannheim muss seinen Superstar nicht suchen. Trotz durchwachsenen Wetters kamen am Samstag Hunderte Besucher zum Sternenfest, das der Freundeskreis des Sternentheaters zum achten Mal gemeinsam mit dem Planetarium veranstaltete. Komplette Familien von den Großeltern bis zum Enkelkind bevölkerten das Gelände am Europaplatz. Die Kombination aus rockiger Musik, spannenden Aktionen für Kinder, beeindruckenden Projektionen und Infos über die geplante „Planetenallee“ kam beim Publikum hervorragend an und trug die Zuschauer in eine völlig neue Erlebniswelt.

Vielfältiges Familienprogramm

Damian habe vor kurzem den Film „Lars der Eisbär“ im Planetarium gesehen, und der Fünfjährige sei so begeistert gewesen, dass er unbedingt noch einmal ins Planetarium gewollt habe, erzählten seine Eltern, Vanessa und Mariusz Michalski aus der Gartenstadt. Beim Sternenfest lief aber nicht nur „Lars der Eisbär“ über den Sternhimmel, sondern auch das neue Kinderprogramm „Ein Sternbild für Flappi“ und außerdem eine faszinierende Zeitreise für Erwachsene: „Auroras. Geheimnisvolle Lichter des Nordens“.

Vor allem das vielfältige Familienprogramm sorgte nachmittags für ein volles Haus. Große und kleine Gäste tauchten in verschiedene Sternenwelten ein. „Das leuchtet ja ganz rot und die Sonne hat lauter Punkte“, staunte Julius beim Blick durch das Sonnen-Teleskop des Astronomischen Vereinigung Vorderpfalz e.V. Vorsitzender Michael Quartz erläuterte, was den Siebenjährigen und dessen Mutter, Anne Schmidt-Gliemann aus Ludwigshafen, so begeisterte. „Das ist das Sonnenumfeld, dargestellt im Alpha-Licht, und die Strukturen der Sonnenoberfläche“, so der Experte.

Sarah (zehn), David (sieben) und ihre Cousine Mia (acht) hatten Spaß bei der Sternenfest-Rallye, die durch sämtliche Räume des Planetariums führte. „Mia hat in der Grundschule was von den Planeten gehört und weiß seitdem alles auswendig“, berichteten die stolzen Eltern, Julia Toth und Ralf Thören aus Viernheim. Vor dem Raum der Astro-Scouts, das Mentorenprogramm am Planetarium Mannheim mit Schülern aus verschiedenen Schulen in der Region, begrüßte Astro-Alex (Astronaut Alexander Gerst als Puppe) die Gäste. Kira-Marie Mikosch vom Carl-Benz-Gymnasium ist Astro-Scout der ersten Stunde.

„Mir macht es Spaß, den Jüngeren die Astronomie nahe zu bringen“, sagte die Achtzehnjährige. Fasziniert betrachteten Janett und Dirk Albert aus Seckenheim und ihre Söhne Tim (zwölf) und Nico (neun) das Bild und einen Prototyp der neuen „Planetenallee“, die Designer und Grafiker Gunther Schulz den Besuchern vorstellte. „Zur Zeit läuft das Genehmigungsverfahren bei der Stadt“, berichtete Planetariums-Direktor Christian Theis. Er hofft, dass die neue Attraktion auf der Augustaanlage im Frühjahr eingeweiht werden kann.

Musik gab’s auch: Teamplay, die Cover Band aus Neckarhausen, heizte den Gästen im gemütlichen Biergarten vor dem Planetarium ein.