Mannheim

Das sagen Kunden der RNV

Beim heutigen Warnstreik der RNV werden im gesamten Bereich der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH weder Busse noch Straßenbahnen fahren. Auch viele Mannheimer Bürger sind davon betroffen – wir haben uns gestern an der Haltestelle Universitätsklinikum umgehört.

Bärbel Lorenz, die normalerweise mit der Straßenbahn zu ihrer Arbeitsstelle fährt, steigt heute auf das Auto um. „Wenn es einen selbst betrifft ist so ein Streik immer ärgerlich, aber in der Sache finde ich es richtig“, sagt sie. Auch Markus Hilbert, der ein Jobticket besitzt und für gewöhnlich mit der Bahn zur Arbeit gelangt, kann den Streik nachvollziehen und wird heute mit dem Fahrrad zu seiner Arbeitsstelle fahren. Max Kelchner hat sein Fahrrad gerade erst zur Reparatur gebracht und ärgert sich nun darüber, dass er sich schnellstmöglich ein Ersatzrad besorgen muss, um heute zur Arbeit zu gelangen. „Natürlich ärgert es mich, weil ich selbst betroffen bin, aber ich kann die Angestellten auch verstehen“, sagt Kelchner.

Annette Nagel, die selbst nicht vom Streik betroffen ist, erzählt, dass ihr Sohn Keane am Mittwoch von seiner Oma zur Schule gefahren wird. „Er freut sich natürlich darauf, nicht mit dem Bus vom Waldhof aus zur Käfertalschule fahren zu müssen, aber seine Oma muss dafür früher aufstehen und ihn dann natürlich auch wieder abholen“, so Nagel.

Sie selbst kann den Streik aber nachvollziehen, so die Waldhöferin. „Eigentlich müsste sowas in Deutschland viel öfter gemacht werden, sonst hört ja keiner hin. Irgendwie muss man sich ja die Miete leisten können und ein bisschen Luxus gehört auch zum Leben dazu“, sagt Annette Nagel.

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