Mannheim

„Das wird die Olympiade der Gärtner“

„Die besten Gärtner Deutschlands“ erwartet sie auf dem Spinelli-Gelände: Lydia Frotscher, Bevollmächtigte für die gärtnerischen Ausstellungen, bereitet derzeit alles vor, damit es dort an den 178 Tagen ab dem 14. April 2023 überall grünt und blüht. „Das wird die Olympiade der Gärtner“, erläuterte sie bei der Veranstaltung „BUGA 23: Plattform“ in der U-Halle vor mehr als 80 Zuhörern.

Marketing-Abteilungsleiterin Kirsten Batzler erklärte bei dem von Tabea Tangerding moderierten Abend die Grundidee der vier Leitthemen Klima, Umwelt, Energie, Nahrung. Im Luisenpark werden man sich auf den Bereich der „Neuen Parkmitte“ rund um das Pflanzenschauhaus und die Freizeitwiese, wo die Seilbahn vom Spinelli-Gelände in der Nähe vom Teehaus ankommen soll, konzentrieren. Der Luisenpark sei „der perfekte Ort, exotische Pflanzen und Tiere zu präsentieren“. Hier könnten die Besucher einen „gewachsenen Park“, auf Spinelli „eine komplett neu gestaltete Fläche“ erleben, die als „Experimentierfeld“ diene.

Die genaue Aufgabenteilung zwischen Spinelli-Areal und Luisenpark haben Lydia Frotscher und Ellen Oswald, Gärtnerische Leiterin des Luisenparks, untereinander abgestimmt. Die Zusammenarbeit sei „gut und offen“, versicherte sie: „Wir wollen alle dasselbe, eine tolle Buga – dafür geben wir alles“, so Oswald: „Es wird schön, da habe ich keine Bedenken“.

„Auf Spinelli machen wir die gärtnerischen Beiträge, die Standard sind – im Luisenpark die Sonderthemen“, sagte Lydia Frotscher. Spinelli sei die Plattform für die Wettbewerbe, etwa der Landschafts- und Friedhofsgärtner, sowie der Hallenschauen. Die sollen in der U-Halle alle ein bis zwei Wochen wechseln. „Eine Halle ist immer offen, damit wir das in der anderen Halle dann möglichst unbemerkt umarrangieren“, so die Gartenbaumeisterin. Sie habe den Anspruch, dass sich überall die Blütenpracht „jeden Tag perfekt“ darbiete. Zudem wolle man Hobbygärtnern Tipps geben: „Wir zeigen pflegeleichte Pflanzen für Vorgärten oder Rosen, die man nicht spritzen muss“, kündigte Lydia Frotscher an.

Für große Rosenbeete sei Spinelli „genau der richtige Platz, da ist viel Raum, da kann Wind dazwischen pfeifen“, ergänzte Oswald. Im Luisenpark wolle sie dagegen Pfingstrosen, Kamelien und Alpenrosen präsentieren. „Wir haben den Schatten, um Schattenstauden zu präsentieren“, so Oswald. Das Seerosenbecken werde saniert, das Pflanzenschauhaus ebenso, die Umgestaltung der Flächen am Freizeithaus laufe schon mit Hilfe von Mitgliedern des Förderkreises und am Haupteingang würden bereits ab Herbst neue Kassenhäuser gebaut. „Auch bei uns gibt es ganz viel Neues, um die Besucher zu überraschen und zu begeistern, aber man wird den Luisenpark auch wiedererkennen“, versprach sie. Sie wolle indes „nicht zu viel verraten“, so Oswald.

Auf Spinelli wird es drei Wasserflächen geben, wie Bundesgartenschau-Geschäftsführer Michael Schnellbach ankündigte. Temporär, nur für die Zeit der Gartenschau, biete ein kleiner Teich dort, wo die Seilbahn ankomme, kühles Nass. Zudem werde dauerhaft zur Wohnbebauung hin ein Wasserspielplatz angelegt sowie zwischen den Teilen der U-Halle zwei ganz flache „Wasserspiegel“.

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