Mannheim

Rheindamm Behörde informiert über anstehende Sanierung

Debatte um Spundwand

Archivartikel

Wegen eines heftigen Regengusses etwas kürzer als vorgesehen verlief am Donnerstag ein Info-Termin des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe für Medienvertreter auf dem Rheindamm in der Nähe des Franzosenwegs. Der Damm soll – wie mehrfach berichtet – saniert werden, etwa sieben von rund 167 Hektar Wald müssen nach den Planungen dafür gerodet werden. Das RP schätzt, dass dies der Fällung von etwa 1000 „größeren und wertgebenden Bäumen“ entspricht.

Wie die RP-Vertreter Armin Stelzer und Jan-Christoph Walter erläuterten, spiele bei den Planungen die „Dammverteidigung“ eine besondere Rolle. „Wenn Hochwasser eintritt, das den Damm überspült, muss man mit 30-Tonnen-Lastwagen Sandsäcke heranschaffen können.“ Deswegen werde eine Erdbauweise als Regel angestrebt, teurere Spundwände würden nur dort geplant, wo zu wenig Platz für den vergleichsweise breiten reinen Erd-Damm ist.

Allerdings schließe das RP keine Variante wegen der Kosten aus. Mehr als die Hälfte des knapp vier Kilometer langen Damms zwischen Großkraftwerk und Weinbietstraße werden laut RP-Planung mit Spundwänden gesichert. Die Kosten für die Sanierungen schätzt die Behörde auf 15,5 Millionen Euro. Die Bürger-Interessengemeinschaft (BIG) Lindenhof setzt dagegen auf eine durchgehende Spundwand. Diese Variante sei sicherer und könnte sogar kostengünstiger sein als die vom RP verfolgten Planungen, so die BIG.

Öffentliche Info-Veranstaltung des Regierungspräsidiums: Montag, 23. September, 19 Uhr, Rhein goldhalle, Rheingoldstraße 215.

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