Mannheim

Ostermarsch Aktion gegen Krieg und Rüstung

Demo startet am Hauptbahnhof

„Abrüsten statt Aufrüsten! Fluchtursachen beseitigen! Kriege beenden!“ Unter diesem Motto rufen das Mannheimer Friedensplenum, die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK) und das Heidelberger Friedensbündnis zur Beteiligung am diesjährigen Ostermarsch am Samstag, 20. April, in Mannheim auf.

Beginn ist laut Ankündigung um 13 Uhr mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof, danach gehen die Teilnehmer als Demonstrationszug zum Paradeplatz, wo gegen 15 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet. Dort wird der Buchautor und Journalist Franz Alt sprechen.

Für die Friedensbewegung ist es eine gute Tradition geworden, an Ostern gemeinsam an die Öffentlichkeit zu gehen. Im Aufruf der Ostermarschierer heißt es: „Seit Jahren erleben wir eine immer aggressiver werdende internationale Politik, betrieben vor allem von den USA und ihren europäischen Verbündeten.“ Diese sei gekennzeichnet durch die Androhung und Verhängung von Sanktionen gegen „sich missliebig verhaltende Länder“, durch offen betriebene und unterstützte „Regime Change“-Bemühungen sowie durch „mehr oder weniger offene Bewaffnung und militärische Unterstützung illegaler Söldnermilizen“. Besonders opferreich seien die Kriege in Afghanistan, Libyen, Syrien. „Statt wie momentan diskutiert die Militärausgaben zu verdoppeln, ist Abrüstung das Gebot der Stunde. Die NATO-Länder geben bereits jetzt mehr fürs Militär aus als der Rest der Welt zusammen und 15 Mal mehr als Russland. Worin besteht also die Notwendigkeit?“

Die Friedensbewegung wendet sich auch gegen die weitere Nutzung des Coleman-Geländes in Sandhofen durch die US-Armee. Auf dem Areal würden „vermutlich 1200 Militärfahrzeuge, darunter 250 Panzer, gelagert und gewartet“, heißt es in der Ankündigung. „Sie werden für einen möglichen Militäreinsatz in Osteuropa bereitgehalten. Mannheim darf nicht zur Drehscheibe künftiger Krieg werden.“ red/imo