Mannheim

Demolierte Fahrzeuge in Neckarstadt und Innenstadt: Polizei zählt an die 100 Fälle von Vandalismus an Autos

Mannheim.Die Fälle von Vandalismus an Fahrzeugen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben sich ausgeweitet: Mittlerweile zählt die Polizei 45 beschädigte Autos in der Neckarstadt (Ost, West, Wohlgelegen). Zunächst waren 25 Fälle registriert worden. Zu den Tätern gebe es aber noch keine Erkenntnisse, hieß es am frühen Donnerstagnachmittag. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten kam es zu den Beschädigungen offensichtlich in den frühen Morgenstunden. Neu ist, dass es in dieser Nacht auch in der Innenstadt zu Graffiti-Schmierereien an Autos kam: Die Polizei hat zwischen 40 und 50 mit unterschiedlicher Farbe besprühte Autos festgetellt. Tatorte waren die Akademiestraße, Schanzenstraße und der Luisenring. 

Noch in der Nacht wurde ein Tatverdächtiger überprüft und später wieder freigelassen, weil sich der Tatverdacht nicht erhärtet hatte, so die Polizei. Erste Hinweise beschreiben den Täter als männlich, mit Turnschuhen, zerissenen Jeans und schwarzem Pullover bekleidet. Die Polizei geht bisher davon aus, dass die Vorfälle in der Neckarstadt und in der Innenstadt nicht in Verbindung zueinander stehen. Die Beamten sind dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. 

Wie berichtet, wurden in der Nacht zum Mittwoch am Straßenrand abgestellte Autos mutwillig beschädigt. Noch unbekannte Täter hatten bei den Fahrzeugen die Scheiben eingeschlagen und so erheblichen Sachschaden angerichtet. Betroffen waren die Soiron-, Weyl-, Nebenius-, Main-, Murg-, Carl-Benz-, Pflügersgrund- sowie die Humboldtstraße und Riedfeldstraße.

In der Neckarstadt reagierten Bewohner entsetzt: Bei dem Vorfall handle es sich um eine „absolut mutwillige Aktion“, so der Tenor in den sozialen Netzwerken. Die Stadt müsse „endlich aufwachen“ und nachts besser kontrollieren, hieß es auch am Donnerstag auf Facebook. Erst vor ein paar Tagen hatten Unbekannte in der Draisstraße die Spiegel von Autos abgebrochen. Die Polizei bittet Zeugen dringend, sich mit dem Revier Neckarstadt (Tel. 0621/33010) in Verbindung zu setzen.