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Demonstration in Mannheimer Innenstadt - Verkehrsbehinderungen

Archivartikel

Mannheim.Rund 2000 Menschen haben am Mittwoch in Mannheim für eine bessere Hochschulfinanzierung demonstriert. Es kam deswegen zu Verkehrsbehinderungen und Sperrungen im Innenstadtbereich. 

Nach einer Auftaktkundgebung im Ehrenhof des Mannheimer Schlosses zogen die Demonstranten in Richtung Paradeplatz. Von dort ging es über die Planken zum Wasserturm und über den Kaiserring zum Hauptbahnhof. Über die Bismarckstraße zogen die Demonstranten dann wieder in Richtung Schloss. Nach Angaben eines Polizeisprechers kam es zu keinerlei Vorfällen.

Wie die RNV auf Twitter mitteilte, sollten Fahrgäste auf Durchsagen und die Anzeigen achten.

Die Polizei hatte im Vorfeld ebenfalls auf Twitter auf die Sperrungen und Verkehrsbeeinträchtigungen hingewisen.

Nach Angaben des Bündnisses "hochgeschult - kaputtgespart" waren für Mittwoch Demonstrationen in Mannheim, Heidelberg, Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Ulm, Stuttgart-Hohenheim, Tübingen, Konstanz und Friedrichshafen geplant. Dem Zusammenschluss gehören unter anderen die Landesstudierendenvertretung, die Landesrektorenkonferenz, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die DGB Hochschulgruppe Stuttgart sowie Jusos und Grüne Jugend Baden-Württemberg an.

Die baden-württembergischen Hochschulen fordern deutlich mehr Geld vom Land, sie drohen andernfalls mit einem Abbau von Studienplätzen. Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, der Heidelberger Universitätsprofessor Bernhard Eitel, hatte bereits gewarnt, ohne eine ausreichende Finanzierung müssten spätestens im Jahr 2021 Leistungen wegfallen. Derzeit wird über einen neuen Vertrag der staatlichen Hochschulen mit dem Land verhandelt, in dem es um die Grundfinanzierung geht. Die Verhandlungen sind schwierig, weil das Land bei der Aufstellung des anstehenden Doppeletats 2020/2021 sparen will.

Nach Ansicht des Rektors der Stuttgarter Universität könnten die Strafzahlungen der Autokonzerne aus dem Dieselskandal die finanziellen Probleme ausgleichen: "Wir fordern: Pro Jahr 100 Millionen Euro an die Universitäten von diesem Geld!", sagte Wolfram Ressel bei einer Kundgebung.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) zeigte Verständnis für die Forderungen der Studenten. "Es ist gut, dass sich die Studierenden für ihre Angelegenheiten einsetzen, dazu gehört auch eine angemessene Finanzierung der Hochschulen", sagte sie. "Wir setzen uns also für dieselbe Sache ein." Es gebe aber auch finanzielle Rahmenbedingungen des Landeshaushalts. "Ich kämpfe dafür, dass wir im Haushaltsverfahren noch weitere Mittel bekommen und die Spielräume für die Hochschulen weiter vergrößert werden", versprach die Ministerin.

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