Mannheim

Der lange Anlauf zur Kanzlerin

Von der ersten Anfrage bis zu den Antworten hat es etwa elf Wochen gedauert. Es ist eben keine Sache von heute auf morgen, Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem eher kurzen, schriftlichen Interview zu bewegen - im Übrigen auch bei anderen Spitzenpolitikern nicht. Tobias Törkott, als Journalist in Ausbildung (Volontär) und mit Projektredakteur Stephan Eisner für ein 28-seitiges Extraheft des "Mannheimer Morgen" zur Bundestagswahl zuständig, nahm zunächst telefonisch und schriftlich Anlauf bei der Pressestelle der Bundes-CDU. Dann wurde bei der Pressestelle des Kanzleramts und erneut bei der CDU nachgefasst. Hintergrund für die Interviewanfrage: In dem Extraheft werden die Spitzenkandidaten der CDU (Angela Merkel), SPD (Martin Schulz), FDP (Christian Lindner), Linke (Sarah Wagenknecht), Grüne (Katrin Göring-Eckardt) und AfD (Alice Weidel) - alle mit den gleichen Fragen konfrontiert - interviewt. Und da soll die Kanzlerin -die anderen hatten schon geliefert - nicht fehlen.

Schließlich wurde auch Chefredakteur Dirk Lübke eingeschaltet, der dann eine Mail mit dem Tenor "Die Beantwortung der sechs Fragen dauert doch nur zwei Minuten" an Regierungssprecher Steffen Seibert schickte. Seibert rief Lübke zurück und sicherte am Telefon die schriftliche Beantwortung der Fragen zu. "Die Bundeskanzlerin macht sowas nicht nebenbei in ein paar Minuten. Sie nimmt das alles sehr ernst und befasst sich persönlich damit", erläuterte der Regierungssprecher. Am 1. September lagen Merkels Antworten vor.

Was die Bundeskanzlerin und die anderen Spitzenkandidaten sagten, das können Sie am Montag, 18. September, im 28-seitigen Extraheft des "MM" zur Bundestagswahl lesen. Es liegt dann der Zeitung bei. red