Mannheim

Der „MM“ gewinnt Leser

Seriöse Tageszeitungen genießen gerade in diesen schwierigen Zeiten ein großes Vertrauen. Auch, weil kein anderes Medium die weltpolitischen, die regionalen und lokalen Ereignisse so kritisch und glaubwürdig wiedergibt und bewertet. Gerade lokaler und regionaler Qualitätsjournalismus hat in der Corona-Krise massiv an Bedeutung gewonnen. Und darauf vertrauen immer mehr Leser.

Die Mediengruppe Dr. Haas, zu der auch der „Mannheimer Morgen“ gehört, hat nun einen für die Zeitungsbranche bemerkenswerten Erfolg erzielt: Im April konnten wieder mehr Abonnenten gewonnen werden, als Abgänge zu verzeichnen waren. „Für die Redaktion ist diese Entwicklung eine große Motivation“, sagt „MM“-Chefredakteur Karsten Kammholz. „Wir danken allen Leserinnen und Lesern, dass sie unsere journalistische Arbeit honorieren.“

Vor allem das ePaper, also die Digitale Zeitung, ist sehr erfolgreich. „Um fast 28 Prozent sind diese Abos im Vergleich zum Vorjahr angestiegen“, erklärt Mark Wittland, Verlagsleiter Privatkunden & Paid Content bei der Mediengruppe Dr. Haas. Auch der Einzelverkauf der Zeitungen, beispielsweise an Kiosken, hat um 6,14 Prozent zugelegt.

Der Verlagsleiter rechnet damit, dass dieser Effekt „uns auch in den kommenden Monaten positiv begleitet und wir beim ePaper weiter Zuwachsraten von 25 bis 30 Prozent haben“. Das Ziel sei: „Im Digitalen mehr zuzulegen, als wir mit der gedruckten Auflage verlieren. Zurzeit arbeiten wir an einer grundlegenden Renovierung unserer digitalen Produkte und unserem ,morgenweb’“, sagt Wittland.

Zur Mediengruppe Dr. Haas gehören neben dem „Mannheimer Morgen“ und dem „Südhessen Morgen“ auch die „Fränkischen Nachrichten“, die „Schwetzinger Zeitung“ sowie der „Bergsträßer Anzeiger“. Die Gesamtauflage liegt bei mehr als 100 000 Exemplaren pro Tag. 

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