Mannheim

Gastrede Sabine Gabrysch über den Klimawandel

Der Planet in Not

Ihre Botschaft ist unmissverständlich. „Wir müssen den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf null bringen“ – Sabine Gabrysch, Deutschlands erste und bisher einzige Professorin für Klimawandel und Gesundheit ist von Hause aus Medizinerin. Und wie eine Ärztin diagnostizierte sie in ihrer Gastrede im Mozartsaal die Lage des „Patienten Erde“. Der Planet sei „ernstlich erkrankt“, und es sei nun geboten, wie in einem ärztlichen Notfall zunächst die Lage zu stabilisieren. Das heißt: „Wir müssen sofort aufhören, noch mehr klimaschädliches Kohlendioxid zu erzeugen“.

Nicht nur Verzicht

Es gehe dabei aber nicht nur um Verzicht, sondern darum, im Verhältnis der Menschen zu ihrem Planeten wieder gesunde Beziehungen herzustellen. Die Stichworte Nachhaltigkeit – also nicht mehr zu verbrauchen, als zum Beispiel nachwachsen kann – und globale Gerechtigkeit seien dabei zielführend. Weil die reichen Industrienationen viel mehr Kohlendioxid produzieren als die armen Länder, müssten die reichen viel drastischere Änderungen vornehmen.

Dabei, so die bis vor wenigen Monaten in Heidelberg und neuerdings in Berlin lehrende Wissenschaftlerin, gehe es „ganz konkret um unser eigenes Überleben auf diesem Planeten.“ lang

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