Mannheim

Kunsthalle Berühmtestes Bild nach Reinigung wieder zu sehen

Die „Erschießung“ hängt jetzt an einem neuen Platz

„Es ist beeindruckend wie stark die Farben und Kontraste nun wieder herauskommen“, stellt Inge Herold, stellvertretende Direktorin der Kunsthalle, fest. Das Herzstück der Sammlung, Édouard Manets „Die Erschießung Kaiser Maximilians“ von 1868/69 wurde in den vergangenen Wochen sorgfältig gereinigt. Ab Freitag ist das Gemälde in Gesellschaft seiner französischen Zeitgenossen wieder zu sehen. Gezeigt werden in der Kunsthalle unter anderem Werke von Delacroix, Monet, Pissarro, Sisley und Van Gogh.

Wie Sprecherin Kathrin Sieberling mitteilte, hat ein fünfköpfiges Team der Abteilung Restaurierung das etwa zwei mal 2,5 Meter große Gemälde an seinem neuen Platz im ersten Obergeschoss des Neubaus der Kunsthalle platziert. Vor der frisch gestrichenen blauen Wand des Ausstellungskubus 1, so Sieberling, leuchten die Farben des Gemäldes in neuer Intensität. Mehr als 80 Arbeitsstunden benötigte Katrin Radermacher für die Oberflächenreinigung. Immer wieder tauchte die Restauratorin über die vergangenen Wochen einen Spezialschwamm in destilliertes Wasser, um damit Verunreinigungen von der Oberfläche des berühmten Ölgemäldes abzutragen. Bei hartnäckigerem Schmutz kam künstlicher Speichel oder sogar ein Skalpell zum Einsatz.

Das wohl berühmteste Werk der Mannheimer Sammlung hatte Gründungsdirektor Fritz Wichert im Jahr 1910 als eines der ersten für die Kunsthalle erworben.

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