Mannheim

Buch Neuer touristischer Führer von Hartmut Ellrich

Die ganze Stadt gut im Griff

Archivartikel

Kleines, handliches Format, stabiler, abwaschbarer Einband, hilfreiche Karten und alles auf 144 Seiten – mit dem neuen Stadtführer „Mannheim“ aus dem Mitteldeutschen Verlag hat man die ganze Quadratestadt gut im Griff. Auch wenn der Verlag in Halle sitzt, so merkt man doch, dass er sich einen Autor gesichert hat, der ein kenntnisreicher Lokalpatriot ist: Hartmut Ellrich. 1970 in Mannheim geboren und in der Gartenstadt aufgewachsen, machte er am damaligen Peter-Petersen-Gymnasium Abitur, studierte in Mannheim und Jena Geschichte und Politik. Er lebt als Buchhändler, Historiker und Autor in Ohrdruf/Thüringen und hat schon mehrfach Bücher über seine Heimatstadt und das Schloss veröffentlicht.

Blick in Region

Er bietet den üblichen Service, Stichworte zu den Sehenswürdigkeiten – aber weitaus mehr. Mit Beiträgen über „Mannemer Dreck“ und Bloomäuler, die Entstehung des Spruchs „Mannem vorne“ sowie den Maimarkt spiegelt er sehr gut das Lebensgefühl der Stadt, ihren besonderen Charme wieder, was andere Publikationen oftmals nicht schaffen. Klar dürfen Schloss und Museen nicht fehlen. Er schafft es aber zudem, die Schritte und Blicke der Besucher zu besonderen, doch selbst von Einheimischen oft nicht mehr wahrgenommenen Dingen zu lenken – etwa zum „Friedensengel“ in E 6 oder dem Jagdzug des Kurfürsten Carl Theodor auf dem prächtigen, vergoldeten Geländer in P 5. Auch Mannheims grünen Oasen widmet er ein gutes Kapitel. Weil ein Blick über den Tellerrand nie schadet, empfiehlt er Ausflüge in die Region, die aber alle historische Bezüge zu Mannheim haben – ob Schwetzinger Schloss, Ladenburg, Herrnsheim bei Worms oder Frankenthal.